Zur Person: Volha Hapeyeva, Autorin aus Minsk, die v.a. als Lyrikerin bekannt ist und vielfach ausgezeichnet wurde, hat ein Wörterbuch einer Nomadin geschrieben. Darin macht sich die Schriftstellerin Gedanken über ihre Nomadenjahre zwischen Belarus, wo sie geboren wurde und aufgewachsen ist, und den deutschsprachigen Ländern, in denen sie jetzt lebt. Ausgangspunkt der Essays sind einzelne Wörter, aus denen sich für die studierte Linguistin Fragen ergeben: nach Heimat und Fremdsein, Muttersprache und Fremdsprache, Geschlecht und Patriarchat, nach der Möglichkeit, einfach ein Mensch zu sein, jenseits von Zuschreibungen. Ihre Überlegungen und die gedanklichen Schleifen, die sie auf der Suche nach Antworten zieht, münden in Texte, die ebenso persönlich wie politisch, immer aber poetisch sind.
Hapeyevas kluges, magisches Buch feiert die Lust an der Vielfalt, Empathie und Neugier. (Ingo Petz, Der Standard)
Sendungsinhalt: Volha Hapeyeva erzählt vom ersten Gedicht, das sie auf Deutsch geschrieben hat, vom sehr persönlichen Stil ihrer Essays und von inspirierenden Entdeckungen, die sie in Literaturarchiven gemacht hat. Und sie liest aus ihrem Wörterbuch einer Nomadin.
Das Buch ist 2026 im Literaturverlag Droschl erschienen. Musik aus CD The River von Ketil Bjornstad (piano) & David Darling (cello), ECM Records 1997











