Wo die Medizin versagt, können Worte helfen. Davon war Erich Kästner überzeugt. Sein therapeutisch-humorvoller Gedichtband erschien erstmals 1936 in der Schweiz.
Es sind mehr als hundert ”lyrische Hausmittel“ – humorvolle, ironische und bissige Gedichte gegen Weltschmerz, Liebeskummer, Ärger und andere Störungen des seelischen Gleichgewichts. Für die richtige Dosierung und Anwendung der Verse liefert Kästner gleich die passende Gebrauchsanweisung. Die „Hausapotheke“ verzeichnet 36 Leiden samt den jeweils dazu passenden Gedichten. Die mögen zwar nicht jedem zur Genesung verhelfen, als Hausmittel sind sie jedoch rezeptfrei und – laut Klappentext mit nur einer Nebenwirkung: “Einsicht und befreites Lachen.”
