Vive l’Europe! #70 – Demokratie muss aktiv gelernt werden

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Zakaj demokracije ne moremo jemati kot samoumevne? Mladi v Avstriji vidijo prednosti demokratičnih sistemov, vendar imajo pogosto ambivalenten odnos do demokratičnih institucij. Ugotavljali bomo, kakšen pomen imajo izobraževanje, sodelovanje in medijska pismenost za krepitev zaupanja v demokracijo. Posebno pozornost pa namenimo vlogi šole kot prostora, kjer se demokracija ne le predstavi, temveč se jo tudi preizkusi v praksi.

Demokratische Verhaltensweisen sind keine angeborene Eigenschaft, sie müssen geübt und täglich gelernt werden, um das Gemeinwesen aktiv zu gestalten – so eine jener Kernbotschaften die FH-Prof. Dr. Martin Klemenjak als Prinzipien einer demokratiepolitischen Bildung forciert. Einstellungen zur Demokratie interpretiert in dieser Reportage Martina Ott MA von der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg, die meint, dass die Schule auch Möglichkeiten bieten müsse, um demokratisches Handeln auszuprobieren. Eine intensivere Medienbildung fordert EU-Abgeordneter Hannes Heide, der einen Ausbau der EU-Mobilitätsangebote wünscht.

Martina Ott, sie ist eine der Autorinnen der Studie „Lebenswelten 2025 – Einstellungen und Werte von Jugendlichen in Österreich“ der Pädagogischen Hochschulen Österreichs, verdeutlicht vorweg (einige) zentrale Ergebnisse zu Einstellungen zur Demokratie:

Die Ergebnisse unserer Studie zeigen zum Bereich Demokratie von Jugendlichen in Österreich ein durchaus ambivalentes Bild. Jugendliche stehen grundlegend klar hinter demokratischen Grundwerten. Zum Beispiel geben über 80% der jungen Menschen an, dass sie der Meinung sind, dass man wählen gehen sollte, und ähnlich viele finden auch, dass es wichtig ist, einen Kompromiss bei unterschiedlichen Meinungen zu finden. Aber gleichzeitig sind sie mit der Art und Weise, wie Demokratie in Österreich funktioniert, mittlerweile etwas unzufriedener. Das bedeutet, dass 2020 rund 70% unserer Jugendlichen noch sehr oder eher zufrieden waren, und jetzt sinkt diese Zufriedenheit auf 42% im Jahr 2025. Das zeigt also zusammengenommen, dass Demokratie als Wert zwar stark ist, aber die konkrete Umsetzung doch deutlich kritisiert wird von Jugendlichen.

Nachtrag: Etwa 15.000 Jugendliche der Altersgruppe 14 – 18 Jahre beteiligten sich an der Erhebung. Es zeigt sich also, dass die Akzeptanz demokratischer Werte zwar deutlich ausgeprägt sei, doch das Vertrauen in demokratische Institutionen sei eher „eingeschränkt“ – Erläuterungen der Sozialwissenschaftlerin Martina Ott lauten dazu:

Die demokratischen Werte, wie Sie gerade gesagt haben, beispielsweise die Kompromissbereitschaft, wird klar unterstützt. Beim Vertrauen in die Institutionen sieht es aber anders aus. Während beispielsweise Wissenschaft einen sehr hohen Vertrauensindex aufweist, ist es beispielsweise auf nationaler Ebene in Bezug auf die Bundesregierung, die Parlamente oder insbesondere in die politischen Parteien weniger deutlich ausgeprägt. Interessanterweise vertrauen aber Jugendliche lokalen politischen Akteuren, wie beispielsweise BürgermeisterInnen, schon. Hier sagen 25%, dass sie diesem sehr vertrauen und weitere 43% eher. Also das Misstrauen ist hier sehr niedrig.

Eine mögliche Erklärung zwischen dieser Ambivalenz zwischen hohen demokratischen Werten, aber dem Misstrauen zum Teil in die politischen Parteien, könnte beispielsweise darauf zurückzuführen sein, dass demokratische Werte mehr als die Parteienpolitik ist. Sie spiegeln nämlich Grundhaltungen einer Gesellschaft wider, die auch von Jugendlichen mitgetragen werden. Man kann zwar grundlegend für Demokratie sein, aber gleichzeitig gegenüber politischen Parteien eine gewisse Skepsis haben.

Eine weitere Erklärung könnte die folgende sein: In unserer Studie geben nämlich 62% der Jugendlichen an, dass sie das Gefühl haben, dass sich Politiker nicht wirklich für sie interessieren und nicht auf das eingehen, was Menschen wie sie denken. Das zeigt nämlich in weiterer Folge, dass sie sich durch Politik weniger repräsentiert fühlen und auch nicht gehört fühlen. Das kann, und das zeigen andere Studien, langfristig das Vertrauen in politische bestehende Schwächen.

Pointierter äußert sich zu den Ergebnissen der hier erwähnten Studie der EU-Abgeordneter Hannes Heide und meint:

Die Ergebnisse dieser Studie sind höchst alarmierend. Es ist Feuer am Dach, wenn nur 42% der Jugendlichen mit der Demokratie zufrieden sind. Wenn das Vertrauen in politische Parteien bei 38%, ins Parlament bei 58% liegt. Nur 49% der jungen Menschen in Österreich sind demnach politisch interessiert. Und im Bewusstsein, dass 16-Jährige wählen können, heißt das für mich nichts anderes, als dass deutlich mehr politische Bildung an unseren Schulen notwendig ist.

Zu konkreten Forderung etwas später. Vorerst noch weitere Vertiefungen zu Bewertungen der Demokratie – Martin Klemenjak beobachtet ebenso wie Martina Ott abnehmende Möglichkeiten zur Repräsentation von Jugendlichen, die zu der bereits angesprochen Demokratie-Unzufriedenheit führen:

Also das heißt, junge Menschen erleben sich weniger repräsentiert vom politischen System und hier insbesondere, wie schon angekündigt, vom Nationalrat, vom Parlament oder auch von der Bundesregierung. Und das birgt aus meiner Sicht gesellschaftspolitischen Sprengstoff, denn wenn sich junge Menschen nicht repräsentiert fühlen, das Vertrauen zurückgeht, muss hier aus meiner Sicht unbedingt angesetzt werden.

Einen dieser Ansätze, nämlich das Konzept einer demokratiepolitischen Bildung, die Martin Klemenjak sowohl in seiner Forschung als auch in der täglichen Lehrtätigkeit verwirklicht, benennt er – mit Verweis auf den Bildungs- und Demokratietheoretiker Oskar Negt und eine seiner Publikationen „Der politische Mensch. Demokratie als Lebensform“ – so:

Also Negt geht davon aus, dass Demokratie die einzige politisch verfasste Gesellschaftsordnung ist, die gelernt werden muss und nach Negt beginnt das in der Elementarpädagogik, geht über die Schule, das Erwachsenenalter und bis ins hohe Alter hinein. Also man muss sagen, der Mensch ist demnach nicht als politisches Wesen geboren, sondern es gilt eben demokratische Verhaltensweisen zu üben und um dann in weiterer Folge eben politische Verhältnisse auch gestalten zu können. Wie gesagt, über die gesamte Lebensspanne. Was hier besonders wichtig ist, ist, dass es nicht darum geht, Faktenwissen zu lernen oder auswendig zu lernen, sondern Orientierungswissen zu erlangen. Und Negt verweist ja auch auf sechs Kompetenzen, die dann durch exemplarisches Lernen erworben werden. Und exemplarisch kann man da auch sagen, eine dieser zentralen Kompetenzen ist die Gerechtigkeitskompetenz, die mir ganz wesentlich erscheint, um Menschen dafür zu sensibilisieren, dass sie Recht von Unrecht unterscheiden können, oder auch zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, wie gesagt: Also Gerechtigkeitskompetenz als eine dieser zentralen Kompetenzen.

Weiterführend zu diesen Gedanken, warum wir Demokratie permanent lernen müssen und das demokratische System sich prinzipiell von autoritären Formen unterscheidet, meint Klemenjak:

Also Gesellschaften verändern sich ja, das ist gut, das ist richtig so, dass das nichts Statisches ist, was einmal erworben wurde, wo man einmal denkt, wir leben in einer Demokratie, und das korrespondiert ja auch damit, wie sich Demokratien in Autokratien oder in andere Formen entwickeln, dass das ständig, dass es nichts vererbt werden kann oder weitervererbt wird, sondern tagtäglich neu erkämpft werden muss, mit neuen Formen, ob das digital oder in anderen Formen ist. Genau das braucht es. Also es braucht quasi ein ständiges, tägliches Bemühen, um die Gesellschaft, um unser Gemeinwesen weiterzuentwickeln. Also natürlich auf der Ebene des Gemeinwesens, aber auch immer aufgrund von individuellen Bezugspunkten.

Nun stellt sich die Frage, welche partizipativen Formen oder Modelle würden dieser Idee einer demokratiepolitischen Beteiligung gerecht werden?

Es gibt unterschiedliche Ansätze. Denken wir an den Bürger*innenrat, an Demokratiewerkstätten oder auch an die Zukunftswerkstatt. Und gerade bei der letzten, bei der Zukunftswerkstatt möchte ich bleiben, die ja zurückgeht auf den Zukunftsforscher Robert Jungk und Kollegen, die hier vor allem in den 1960er Jahren, den 1970er Jahren ein Modell entwickelt haben, das sich vor allem dahingehend auflehnen soll, dass nicht Obrigkeiten und höhergestellte Personen die Entscheidung treffen, sondern das partizipativ getroffen werden soll. Und da wäre zum Beispiel dieses Phasenmodell der Zukunftswerkstatt zu nennen: die Kritikphase, die Utopiephase und die Realisierungsphase. Also, dass Menschen in ihrem Gemeinwesen den Status quo kritisieren, sagen, was nicht passt, was nicht in Ordnung ist, um dann Idealvorstellungen zu entwickeln. Also wenn es keine Restriktionen, keine Einschränkungen gibt, alles ist möglich, wie wäre so das ideale Gemeinwesen zu entwickeln, um dann im dritten Schritt herauszustreichen und sagen: Welche konkreten Maßnahmen sollen beispielsweise kurz-, mittel- oder langfristig umgesetzt werden? Das wäre so ein sehr taugliches Modell oder eine sehr taugliche Methode, um hier partizipativ zu arbeiten.

Eine demokratiepolitische Schlussfolgerung, die der Studienautorin Martina Ott wesentlich erscheint, lautet:

Für mich wäre eine Schlussfolgerung folgende: Nämlich, dass Demokratiebildung essenziell ist. Wir, also alle gemeinsam in einer Demokratie, müssen Demokratie für Jugendliche stärker erfahrbar und erlebbar machen. Wir müssen also Orte schaffen oder Orte, die vorhanden sind, dazu öffnen, dass man dort Demokratie einüben kann. Ideal wäre dafür die Schule. Schüler:innen sind sowieso in dieser Institution. In unserer Studie geben nämlich über 80% der Jugendlichen an, dass sie in der Schule demokratische Werte lernen. Beispielsweise, dass es unterschiedliche Meinungen zu einem Thema gibt, dass man verschiedene Meinungen begründen muss. Und auch rund 3/4 der Jugendlichen sagen, dass alle die gleichen Rechte haben. Eine ähnliche Größe gibt auch an, dass bei Entscheidungsfindungsprozessen diese nachvollziehbar sein müssen. Das ist wichtiges und essenzielles Wissen über Demokratie. Aber es ist noch kein demokratisches Handeln und Einüben.

Denn unsere Ergebnisse zeigen auch, dass Jugendliche Schule weniger als Ort der echten Mitbestimmung erleben. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen stimmt nämlich voll oder eher zu, dass Entscheidungen komplett ohne sie getroffen werden und sie nicht nach ihrer Meinung gefragt werden und wenn, dann nur informiert werden. Genau hier muss man ansetzen. Es braucht konkrete Möglichkeiten, um sich einzubringen, um zu erleben, dass seine eigene Meinung zählt. Sie müssen in der Schule also die Möglichkeit haben, demokratisches Handeln auszuprobieren, einzuüben, manchmal erfolgreich zu sein und auch einmal zu scheitern. Das gehört dazu. Denn das Vertrauen in Demokratie ist essenziell. Dazu braucht es natürlich Wissen, aber es entsteht vor allem auch durch eigene Erfahrungen an Beteiligung.

Mehr Medienkompetenz sei, nach Ansicht von EU-Abgeordneten Hannes Heide erforderlich, damit notwendiges Hintergrundwissen vertieft werden kann:

Vermittlung von Medienkompetenz, Wissen und Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Angeboten sind zentral. Umso mehr, als wir wissen, wo Jugendliche sich über Politik informieren, nämlich auf Internetplattformen. Und sie selbst fühlen sich dabei nicht wohl. Auf europäischer Ebene gibt es Studien, wonach mehr als 3/4 der jungen Europäerinnen und Europäer laut Selbsteinschätzung angeben, zu wenig digitale Kompetenzen zu haben. Die EU hat mit ihren Maßnahmen für Sicherheit und gegen Desinformation im Internet konsequent reagiert. Der Digital Services Act ist aus meiner Sicht das beste Beispiel dafür.

Beispielhaft erwähnt der Europaabgeordnete das Beteiligungsmodell „Jugendcheck“ bei dem Jugendliche, bis hin zu Gesetzesbegutachtungen, in Entscheidungen eingebunden werden:

Jugendvertreterinnen und -vertreter aus allen Mitgliedsländern sind in Entscheidungen zu bedeutenden europäischen Vorhaben, dazu gehören auch Gesetzeswerdungsprozesse, eingebunden. Der Aktionsplan der Europäischen Kommission gegen Cyberbullying oder der Kompass für europäische Kulturpolitik sind mit Beteiligung junger Bürgerinnen und Bürger entstanden. Und die EU zeigt, dass sie nicht abgekapselt agieren möchte. Sie bietet viele Informations- und Diskussionsformate an und viele Jugendliche beteiligen sich auch daran mit viel Motivation. Und vieles von dem, was sie engagiert an Zielen und Anregungen ausarbeiten, fließt tatsächlich in die Entscheidungsfindung ein. Damit solche Formate erfolgreich sein können, müssen sie sich noch viel mehr öffnen für junge Menschen im ländlichen Raum oder in der Peripherie. Denn gerade dort ist die Skepsis an und der Zugang zu politischen Prozessen größer als in den urbanen Zentren. Und daher sollten auch Mittel aus EU-Förderprogrammen zur Stärkung des ländlichen Raums viel mehr für Jugend- und Kulturprojekte genützt werden. Jugendliche sollen unterstützt werden, selbst Ideen einzubringen und auch verwirklichen zu können.

Sozialpolitische Handlungsempfehlungen, damit sich der Demokratieindex generell aber insbesondere bei Jugendlichen verbessert, wären für Martin Klemenjak:

Es braucht aus meiner Sicht nicht mehr Institutionenlehre, sondern es braucht partizipative Formate, Medienbildung, Demokratie und Partizipation, also solche Formen, wo das wirklich sehr praxisnah erlernt wird und auch gekoppelt jetzt, wenn es in Richtung KI zum Beispiel geht, also natürlich auch zu hinterfragen, zu schauen, was machen diverse Plattformen, was machen diverse Apps mit einem. Also denken wir jetzt zum Beispiel an Grok. Also hier einfach, was bedeutet das, wie funktionieren Algorithmen und so weiter. Und genau da ist das ein guter Ansatz jetzt, der in den Schulen geplant ist, aber es braucht aus meiner Sicht noch viel mehr für Jugendliche, aber natürlich auch für Erwachsene, für ältere Menschen, einfach zusätzliche Angebote von der Schule über die Erwachsenenbildung bis ins hohe Alter.

Und schließlich, nochmals zurück auf die europäischen Ebene – es betrifft die EU-Jugend-Förderprogramme, die neben dem Aspekt der politischen Bildung auch die Sensibilität für europäische Grundwerte fördern kann:

Unverzichtbar, um gesellschaftspolitisches Interesse zu wecken, ist es auch, die äußerst erfolgreichen Mobilitätsangebote der EU wie „Erasmus+“ oder das „Solidaritätskorps“ auszubauen. Noch mehr Jugendliche in Europa sollen so den Zugang zu diesen Programmen haben. Die politischen Verantwortlichen auf allen Ebenen, von Gemeinden, Ländern, Bund und EU müssen zusammenarbeiten und handeln, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei den jungen Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen. Letztlich geht es um unsere Demokratie und die ist und bleibt Grundlage unseres Wohlstandes.

 

Martina Ott izpostavi rezultate raziskave Lebenswelten 2025, ki kažejo na razkorak med vrednotami in zaupanjem. Demokracija kot vrednota je sicer močna, vendar je konkretna izvedba deležna precej kritik. Čeprav več kot 80 % mladih na splošno podpira demokratična načela, niso zadovoljni z demokracijo v Avstriji – delež zadovoljstva je namreč od leta 2020 upadel s 70 % na 42 %, pojasni sogovornica.

Ključni problem je pomanjkanje občutka zastopanosti. 62 % mladih meni, da se politiki ne zanimajo zanje, kar vodi v nižje zaupanje v institucije, opozarja Ott. Podobno nevarnost opaža Martin Klemenjak: »Če se mladi ne čutijo zastopane, je to družbenopolitični dinamit.« Oba sogovornika se strinjata, da demokracija ni prirojena, temveč proces učenja in pridobivanja izkušenj traja vse življenje.

Klemenjak zato zagovarja koncept demokratičnega izobraževanja kot stalne prakse. Ott pa dodaja, da šole sicer uspešno posredujejo znanje o demokraciji, vendar mladim premalo omogočajo dejansko sodelovanje in soudeležbo.

Evropski poslanec Hannes Heide pa opozarja, da so rezultati študije alarmantni. Poudarja pomen političnega in medijskega izobraževanja ter vključevanja mladih v procese odločanja, tudi na ravni EU. Kor primer dobre prakse izpostavi novi evropski digitalni zakon, ki je nastal v sodelovanju z mladimi.

 Vsi trije sogovorniki se strinjajo, da je za prihodnost demokracije ključno, da mladim omogočimo aktivno sodelovanje, saj je demokracija nekaj, kar si moramo izboriti vsak dan znova.

 

Kurzbiografie:

Martina Ott, MA PhD ist Hochschulprofessorin am Institut für Bildungssoziologie der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Jugendforschung und Wohlbefindensforschung sowie im Bereich der schulischen Partizipation.

FH-Prof. Dr. Martin Klemenjak lehrt seit 2008 an der Fachhochschule Kärnten – Fakultät Gesundheit & Soziales als Professor für Berufs- und Erwachsenenbildung sowie Politische Bildung. Er ist auch wissenschaftlicher Leiter des Hochschullehrgangs „Soziale Handlungskompetenzen für die Betriebsratstätigkeit“ an der Fachhochschule Kärnten ACADEMY und Mitinitiator der „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten zählen Berufliche Integration, Erwachsenenbildung, Politisches System Österreichs, Sozialpolitik und Politische Partizipation.

EU-Abgeordneter Hannes Heide war ab 2003 in Bad Ischl/  Oberösterreich als Stadtrat für Kultur- und Jugend zuständig und wurde 2007 zum Bürgermeister gewählt. Er ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments für die sozialdemokratische Fraktion und u.a. Mitglied des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT).

 

Weiterführende Informationen:

Demokratieindex – V-Dem: https://worldpopulationreview.com/country-rankings/v-dem-democracy-index-by-country

Link zur Studie „Lebenswelten 2025 der Pädagogischen Hochschulen Österreichs: https://jugendstudie.at/

Vollversion unter: https://jugendstudie-lebenswelten.weebly.com/uploads/5/9/1/0/59105493/lw25%C3%96_endf_kl.pdf

 

Oblikovanje I Gestaltung: Heinz Pichler & Neža Katzmann Pavlovčič

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