Designerbabys oder Durchbruch? Ethik und Evidenz im Streit um die Keimbahn

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Gezielte Veränderungen am Erbgut von Embryonen sind heute technisch möglich – und vererbbar. Studierende der Medizinischen Universität Innsbruck haben sich im Rahmen der Lehrveranstaltung „Ethische Aspekte zur Gentherapie“ intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Ihre Sendung beleuchtet die wissenschaftlichen Fortschritte, die medizinischen Versprechen und die ethisch-rechtlichen Grenzen der Keimbahngentherapie aus unterschiedlichen Perspektiven.

Beiträge

Dominik: Man kann inzwischen das Erbgut von Embryonen gezielt verändern – und das wird dann einfach weitervererbt.

Marie: “The fix is in utero”: Gentherapie im Mutterleib verspricht Heilung ausgewählter genetischer Krankheiten – bis jetzt allerdings nur im Tierversuch. Bevor diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können, müssen nicht nur technische Aspekte, sondern auch ethische Fragen geklärt werden.

Jonas: Gene-Editing ermöglicht mittels gezielter DNA-Veränderung potenziell die Heilung einer Unzahl an Krankheiten. Doch was gilt als Krankheit? Und wo ziehen wir die Grenze? Bei somatischen Eingriffen, der Keimbahn oder ganz wo anders?

Jan: Breaking: Nach dem CRISPR-Skandal rund um He Jiankui fordern führende Wissenschaftler*innen en globales Moratorium für die Keimbahngentherapie: Ziel der Pause sei, dass sowohl Sicherheit, Machbarkeit als auch Konsens international geklärt werden.

#Moratorium #Gentherapie #CRISPR

Eva: Nicht sakrosankt! Deutscher Ethikrat findet die Keimbahn nicht unantastbar. Stattdessen: Forderung nach Moratorium, also Grenzen. Ethische Orientierungsmaßstäbe sollen einen verantwortlichen Umgang mit Keimbahneingriffen und dafür nötige Forschung an Embryonen ermöglichen.

Paul: Spätestens seit den ersten genetisch modifizierten Neugeborenen aus China ist die Keimbahn Genomeditierung in aller Munde, oder zumindest nichts zu weit aus der Zukunft Hergeholtes. Egal ob es um das Verhindern von Krankheiten oder die vorsorgliche Modifikation von zukünftigen Kindern geht, es gibt genug Vor- und Nachteile. Ist dies aber das Öffnen der Büchse der Pandora oder braucht Fortschritt Mut?

Luis: Forschende korrigieren in Mäuse-Embryos das CFTR-Gen vor der Geburt, um die Krankheit Mukoviszidose zu verhindern – einmalige Therapie, lebenslange Wirkung. 

Medizinischer Durchbruch oder Beginn einer Zukunft, in der wir Menschen genetisch nach Wunsch gestalten?

#Designerbabys #GeneEditing

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