O94News – Wöchentlich aus Wien und der Welt vom 29.5.2026

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Themen: Große Proteste gegen Kürzungen bei den Universitäten | Die Wiener Festwochen starten | Darf man im Landtag Rassismus ansprechen? | Was die Wissenschaft von einer Arbeitszeitverkürzung hält| Neues Handbuch zu Rechtsextremismus in Österreich | Wie Österreich nach Daras ESC-Sieg über Bulgarien spricht

Sendungskoordination: Stefan Resch

Moderation und Bild: Sophie Tietjen

 

Große Proteste gegen Kürzungen bei den Universitäten

Am Mittwoch, dem 27. Mai, fand eine von der ÖH und der Uniko organisierte Demonstration gegen die von der Bundesregierung geplante Kürzung des Universitätsbudgets für die Periode 2028 – 2030 statt. Schätzungsweise 21.000 Teilnehmer:innen waren vor Ort in Wien. Die Eröffnungsredner:innen gaben sich kämpferisch; interviewte Teilnehmer:innen sprachen über Studiengebühren, den Forschungsstandort Österreich und vieles mehr.

Beitragsgestaltung: Sophia Tietjen und Vinzent Lutz

 

Die Wiener Festwochen starten

Während die Godmother of Punk Patti Smith bei der Eröffnung der Wiener Festwochen vom Publikum herbei gesehnt wird, sorgen andere Gäste für Kritik. Bei der Eröffnungsfeier am Heldenplatz trat etwa der Wunderheiler Braco auf, im Juni soll der demokratiefeindliche Tech-Milliardär Peter Thiel bei einer Diskussionsveranstaltung zu Wort kommen.

Beitragsgestaltung: Nora Beneš, Fiona Polster, Cora Schlögelhofer

 

Darf man im Landtag Rassismus ansprechen?

Als die SPÖ-Abgeordnete Sara do Amaral Tavares da Costa am 20. Mai im Wiener Landtag Rassismus in Kampagen der FPÖ anprangert, wird sie vom Vorsitzenden unterbrochen. Der zweite Landtagspräsident Anton Mahdalik, selbst von der FPÖ, meint, dass „das Wort Rassismus in diesem Saal nicht üblich“ sei und da Costa sich mäßigen solle. Abgeordnete von Grünen und SPÖ reagierten auf den Zwischenruf vom Vorsitzpult in spontanen Wortmeldungen kritisch.

Beitragsgestaltung: Stefan Resch

 

Was die Wissenschaft von einer Arbeitszeitverkürzung hält

Vollzeit-Arbeit bedeutet seit vielen Jahrzehnten 40 Stunden pro Woche. Inzwischen wird immer wieder diskutiert, diese Zahl zu reduzieren, zuletzt auf die Vorschlag von SPÖ-Obmann Andreas Babler. Umfragedaten belegen, dass viele Arbeitnehmer*innen geringere Normalarbeitszeiten befürworten, weil die Belastungen in vielen Branchen steigen. Dass eine verkürzte Arbeitszeit sich negativ auf Arbeitsmarkt und Wirtschaft auswirken könnte, wie Gegner*innen einer Verkürzung oft anführen, können Ökonom*innen nicht feststellen.

Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier

 

Neues Handbuch zu Rechtsextremismus in Österreich

Andreas Kranebitter, Isolde Vogel und Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands haben ein neues Handbuch zum Rechtsextremismus in Österreich herausgegeben. Im Gegensatz zum Vorgängerwerk, dem Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus, will das neue Werk neue Strömungen der extremen Rechten jenseits des klassichen Deutschnationalismus analysieren.

Beitragsgestaltung: Yann Pütz und Elisabeth Judmaier

 

Wie Österreich nach Daras ESC-Sieg über Bulgarien spricht

Das „Armenhaus Europas“, das „unbekannte Land“ am Balkan: Beides echte Beschreibungen Bulgariens in österreichischen Medien nach Daras Sieg beim Eurovision Song Contest. Während auf Parties Bangaranga erklingt, ist der Blick auf den nächsten Gastgeber des ESC von Exotismus und Vorurteilen gegenüber Südosteuropa geprägt. Gleichzeitig steht es in Bulgarien selbst nicht gut um die Akzeptanz der LBTIQ+ -Community.

Beitragsgestaltung: Dobrina Trendafilova

 

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