Queere Geschichte im Raum – S.E. Eisterer über die Gestaltung des magnus*

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  • Die Gestaltung des magnus*
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Wie kann ein Raum Geschichte erzählen und zugleich Menschen willkommen heißen? Im Eingangsbereich des 2026 eröffneten magnus*, des Ambulatoriums für sexuelle Gesundheit in Wien, verbindet eine künstlerische Installation die Geschichte Magnus Hirschfelds mit queerer und trans Erinnerung sowie der Geschichte der Aids Hilfe Wien.

„This is a claim that we’ve always been here and we’re not going away, no matter how hard the pushback is. I wanted this new image to show visitors that we not only existed a hundred years ago, but we also had community. We thrived, and we occasionally enjoyed costume parties with our friends.“ – Eli Erlick

Die Architekturhistorikerin S.E. Eisterer spricht mit Juliana Metyko über die Entstehung dieser räumlichen Erzählung. Im Mittelpunkt steht ein historisches Gruppenfoto aus dem Umfeld des Instituts für Sexualwissenschaft, das Eli Erlick restaurierte, kolorierte und gemeinsam mit Eisterer für die großformatige Installation weiterentwickelte. Das Gespräch führt von Community Design und Geschichtsschreibung bis zu offenen Kapiteln der Wiener HIV/Aids- und Sexualwissenschaftsgeschichte.

S. E. Eisterer erzählt von der Reaktion eines Bekannten:
„[…] habe ich ihm das Bild gezeigt und gefragt: ‚Was denkst du?‘ […] Er hat gesagt: ‚I see my ancestors.‘ Also: ‚Ich sehe meine Vorfahren.‘“

Englischsprachige Einspieler von Eli Erlick ergänzen den historischen Hintergrund. Sie spricht über Magnus Hirschfeld, frühe queere und trans-Gemeinschaften und die Frage, wer Geschichte schreiben darf und welche Erfahrungen dadurch sichtbar oder vergessen werden.

Projektbeteiligte an der Installation im magnus*

  • Künstlerische Arbeit: Eli Erlick
  • Kuration: S.E. Eisterer
  • Auftraggeberinnen: Mirijam Hall, Andrea Brunner und magnus* – Ambulatorium für sexuelle Gesundheit
  • Montage der Installation: Elliott Griffith
  • Rechercheassistenz: Favor Idika und Andrew King (Princeton University)
  • Druckproduktion: Anna Koca für cyberlab digital developments
  • Film zum Projekt (angekündigt für September 2026): Filo Brault-Archambault

Mitwirkende und Sendungscredits

Fragen zur Sendung?
Gibt es etwas, das ihr zu diesem Gespräch oder zu einem der angesprochenen Themen wissen möchtet? Dann schreibt uns gerne an  Metyko@aids-hilfe-wien.at  . Fragen und Rückmeldungen können auch Anregungen für zukünftige Sendungen von Radio Positiv sein.

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