Dr. Michael Banekovic gehörte zu den ersten Ärzten der österreichischen AIDS-Hilfe. Im Gespräch mit Juliana Metyko führt er zurück in eine Zeit, in der HIV-Tests gerade verfügbar wurden, medizinisches Wissen begrenzt war und Angst sowie Stigmatisierung den Alltag vieler Menschen bestimmten.
Banekovic erinnert sich an frühe Testungen in Wien und Graz, an Beratung und Befundmitteilung und an die persönliche Nähe zu vielen Betroffenen. Unter den positiv Getesteten sei auch sein damaliger Partner gewesen. Viele Freund*innen seien später erkrankt und zwischen 1985 und 1990 gestorben. Die Sendung erzählt außerdem von einer Langzeitbeobachtung des Immunstatus und vom Aufbau eines Netzes von Vertrauensärzt*innen.
„Die ersten Schritte für mich als Arzt waren im Frühjahr 1985, da haben wir noch vor Gründung der Aidshilfe HIV-Tests, die erst seit Kurzem zur Verfügung standen, bei dreihundertachtzehn homosexuellen Männern in Wien und in Graz durchgeführt. Von den dreihundertachtzehn waren achtundsechzig HIV-positiv, darunter auch mein damaliger Partner.“ – Dr. Michael Banekovic
Das Gespräch folgt dem medizinischen Wandel bis zu wirksamen, besser verträglichen Therapien und einer weitgehend normalen Lebenserwartung. Banekovic berichtet auch von seiner späteren Arbeit bei der MA 15 und Queer Base. Zum Abschluss spricht er über rechtliche Fortschritte für LGBTIQ-Menschen und darüber, warum diese bewahrt und verteidigt werden müssen.
- Moderation: Juliana Metyko
- Gast: Dr. Michael Banekovic ist Arzt und gehörte zu den ersten medizinischen Mitarbeitern der österreichischen AIDS-Hilfe. Er begleitet die Entwicklung der HIV-Medizin seit den 1980er-Jahren und spricht bei Radio Positiv über die Anfänge der AIDS-Hilfe sowie den Wandel im Umgang mit HIV.
- Musik: Klaus Hager
- Produktion: Klaus Hager
- Foto: © Aids Hilfe Wien / Aids Hilfe Wien / HGR
- Mehr Infos: Aids Hilfe Wien | magnus* – Ambulatorium für sexuelle Gesundheit |











