Wie wir über Kultur reden – über den Begriff „Kulturschaffende“

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Der Begriff „Kulturschaffende“ begegnet uns ständig – auch bei Radio Helsinki.
Er ist praktisch, genderneutral und umfasst Künstler:innen, Veranstalter:innen, Kulturarbeiter:innen, Vermittler:innen und viele weitere Menschen. Gleichzeitig hat das Wort eine problematische Geschichte.

Ausgangspunkt für diesen Beitrag ist der Artikel „Ideologie des Schaffens“ der Historikerin Isolde Vogel. Darin zeichnet sie nach, wie der Begriff im Nationalsozialismus geprägt wurde und welche Rolle die Reichskulturkammer bei der Kontrolle und Gleichschaltung des kulturellen Lebens spielte.

Aber bedeutet diese Geschichte, dass wir das Wort heute nicht mehr verwenden sollten? Oder können Begriffe im Laufe der Zeit neue Bedeutungen annehmen und bewusst neu besetzt werden? Eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht. Wichtig ist, die Geschichte unserer Sprache zu kennen und sich mit Wörtern auseinanderzusetzen, die wir oft ganz selbstverständlich verwenden.

Musik im Beitrag:
Lukas Lauermann – Kein schöner Land (Rote Sterne überm Feld, 2025)

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