Update zu Kant: Hermann Cohen

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Über das Urteil vor dem Urteil
«Daß alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfange, daran ist gar kein Zweifel … Wenn aber gleich alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anhebt, so entspringt sie darum doch nicht eben alle aus der Erfahrung.» Immanuel Kant macht zu Beginn seiner «Kritik der reinen Vernunft» deutlich, dass die Wirkung von Sinneserfahrungen unweigerlich mit der Betreffbarkeit der Betroffenen verbunden ist. Er schließt daraus, dass sie diese Erkenntnnis maßgeblich mitgestalten. Sie geben a priorische Bedingungen vor, unter denen ihre Umgebung für sie gegeben sein kann. Eine solche Kapazität ist in der Folge immer wieder kritisch betrachtet und in Frage gestellt worden. In der 2. Hälfte des 19.Jahrhunderts wurde die kantische Vorgabe von Hermann Cohen (1842 — 1918) richtungsweisend aktualisiert. Hartwig Wiedebach, ein renommierter Kenner seines Werkes, spricht mit Herbert Hrachovec über den Beitrag der Transzendentalphilosophie zur zeitgenössischen Erkenntnistheorie.

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