Die Entscheidung für das Leben

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GESPRÄCHSFUNKEN – Facetten vieler Leben
  • 1626_ElkeSohler
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Krisenpflegemutter – was bleibt, wenn man loslässt

Was passiert, wenn die Welt, die man sein ganzes Leben lang für die einzig richtige gehalten hat, plötzlich nicht mehr stimmt?

Elke wächst als Zeugin Jehovas in einem sehr engen Weltbild auf. Geburtstage und Weihnachten gibt es nicht, Kontakte außerhalb der Glaubensgemeinschaft sind unerwünscht und schon als Kind gehört der Predigtdienst für sie zum Alltag.

Mit 18 heiratet sie, mit 23 ist sie dreifache Mutter – und irgendwann werden die Grenzen ihres bisherigen Lebens immer enger. Die Ehe funktioniert nicht, ihr Glaube gibt ihr keinen Halt mehr und Elke kommt an einen Punkt, an dem sie weiß: Entweder ich gehe – oder ich gehe daran zugrunde.

Mit ihren drei Kindern und kaum Geld verlässt sie schließlich ihren Mann, ihre Glaubensgemeinschaft und damit fast ihr gesamtes bisheriges soziales Umfeld. Sie zieht ins Frauenhaus und beginnt ein Leben, von dem sie noch überhaupt nicht weiß, wie es aussehen wird.

Viele Jahre später stellt das Leben sie vor eine Erfahrung, die sie selbst als das Schlimmste bezeichnet, das ihr je passiert ist: Ihre Tochter Sarah nimmt sich das Leben.

Auch darüber spricht Elke in dieser Folge sehr offen. Über Trauer und Schuldgefühle. Über die Frage, wie man nach einem solchen Verlust überhaupt weiterleben kann. Und über einen Gedanken, der für sie vieles verändert hat:

Die Liebe zwischen ihr und ihrer Tochter ist nicht zu zerstören.

Heute begleitet Elke selbst Mütter, die ein Kind verloren haben, und erzählt von ihrer ganz persönlichen Entscheidung, sich trotz allem wieder dem Leben zuzuwenden.

Eine Folge über Glauben und Freiheit, Verlust und Trauer, Selbstverantwortung und die Erkenntnis, dass wir nicht bestimmen können, was uns im Leben widerfährt – aber sehr wohl, wie wir unseren Weg damit weitergehen.

Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über Suizid und den Verlust eines Kindes.

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