#Srebrenica-Gedenken #WienNimmtPlatz #CSD-Berlin-Mahnwache #Frauen*gegenStocker #TurkishQueerCommunity #Kulturraumvernetzung
Die WiderstandsChronologie geht weiter … mit ausgewählten Kundgebungen und Demonstrationen im Sommer 2026:
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5. Juli 2026: Gedenken an den Genozid von Srebrenica 1995
900–1000 Personen gedachten am 5. Juli 2026 in Wien bei einem Friedensmarsch vom Christian-Broda-Platz zum Heldenplatz und einer anschließenden Kundgebung am Heldenplatz der Opfer des Massakers von Srebrenica, bei dem im Juli 1995 mehr als 8000 großteils männliche muslimische Bosnier*innen ermordet worden waren.
Aufnahme der Reden auf der Kundgebung am Heldenplatz: ⇒ https://cba.media/783764
Der Friedensmarsch und die Kundgebung wurden auch heuer veranstaltet vom Verband bosnisch-herzegowinischer Vereine in Österreich „Consilium Bosniacum“.
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25. Juli 2026: Wien nimmt Platz – gegen Aufmarsch Rechtsextremer
„Wien nimmt Platz!“ hieß es im ⇒Aufruf. Und: „Neofaschist:innen wollen durch Wien marschieren. Wir setzen uns dem entgegen! Wir rufen zu massenhaften Blockaden auf.“
Hunderte Menschen nahmen am 25. Juli in Wien „Platz“ – auf der Freyung, bei der Albertina und an dem nach einem Antisemiten benannten Platz nächst dem Stubentor sowie anschließend am Stephansplatz, um einen geplanten Aufmarsch von identitären Rechtsextremen und von Neonazis zu verhindern. Am Stephansplatz dürften mindestens 600, aber weniger als 1000 Antifaschist*innen gewesen sein. (Am Demozug vom Stubentor zum Stephansplatz beteiligten sich rund 210 Personen, von der Freyung zum Stephansplatz rund 120, von der Albertina weiß ich es nicht; viele dürften direkt auf den Stephansplatz gekommen sein.)
Der rechtsextreme Aufmarsch konnte in der Innenstadt nicht stattfinden. Nur in der Gegend des Brigittenauer Spitzes und von Nussdorf demonstrierten ein paar Rechtsextreme.
Aufzeichnung der Reden am Stephansplatz:
Stellungnahme von #WienNimmtPlatz zur Polizeigewalt gegen Antifaschist*innen:
⇒ https://wiennimmtplatz.noblogs.org/post/2026/07/26/polizei-pruegelt-antifaschistinnen/
An einer gleichzeitig stattgefundenen „Demonstration gegen den Aufmarsch der Identitären“ der „Offensive gegen rechts“ mit „antizionistischem“ Einschlag – im Aufruf war die Demo mit Kufiya beworben worden – dürften einem Video zufolge zwischen 500 und 700 Personen teilgenommen haben.
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29. Juli 2026: Mahnwache anlässlich des Anschlags auf den CSD Berlin
500–800 Personen nahmen am 29. Juli 2026 an einer von Vienna Pride und HOSI Wien vor der deutschen Botschaft in Wien organisierten Mahnwache anlässlich des Anschlags auf Teilnehmer*innen des CSD Berlin teil.
Aufnahme der Reden von Katharina Kacerovsky-Strobl (Stonewall GmbH) und Ann-Sophie Otte (HOSI Wien):
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2. August 2026: Porajmos-Gedenken
Am 2. August 2026 fand am Ceija-Stojka-Platz die jährliche Kundgebung zum Gedenken an die hunderttausenden im Nationalsozialismus ermordeten Rom*nja und Sinti*zze diesmal nur in ganz kleinem Rahmen, mit Blumen und Kerzen, statt.
„Die Hochschüler*innenschaft Österreichischer Rom*nja (HÖR) erklärte dazu: Sie potestiere damit gegen das jahrzehntelange Ausbleiben eines zentralen Denkmals für die im NS ermordeten Rom*nja und Sinti*zze in Wien.“
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6. August 2026: Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
Seit Jahrzehnten gedenken Friedensinitiativen am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima den Opfern der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki und treten dabei für eine Welt ohne Atomwaffen, ohne Atomkraftwerke und ohne Kriege ein.
Seit Jahrzehnten halten sie dazu eine Auftaktkundgebung am Stephansplatz ab und ziehen dann mit beleuchteten Laternen zum Teich am Karlsplatz.
2025 versuchten Antiimperialist*innen weitgehend erfolgreich durch teilweise nicht vorher abgesprochene Reden, das Thema in Richtung antiisraelische Hetze zu verschieben.
2026 kaperten die Antiimperialist*innen gleich den ganzen Stephansplatz. Sie zeigten bei der Behörde eine eigene Kundgebung an und verhinderten damit die traditionelle Auftaktkundgebung der Friedensinitiativen, die sich den Antiimperialist*innen nicht unterordnen wollten.
So waren für den 6. August 2026 von der antiimperialistischen Organisation „Selbstbestimmtes Österreich“ für den Stephansplatz Reden u. a. von Astrid Wagner, Hannes Hofbauer, Heini Staudinger, Madeleine Petrovic, Peter Kolba und Wilhelm Langthaler angekündigt.
Die Friedensinitiativen mussten ihre Kundgebung auf den Karlsplatz verlegen.
An dieser Kundgebung der Friedensinitiativen nahmen rund 120–150 Personen teil.
Die Reden auf dieser Kundgebung gibt es hier zum Nachhören:
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10. August 2026: Kundgebung als Reaktion auf Bundeskanzler Stockers Aussage, dass er Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehe
Rund 700–900 Personen beteiligten sich am 10. August 2026 an einer Frauen*Streiken-Kundgebung am Ballhausplatz als Reaktion auf Bundeskanzler Stockers Aussage, dass er Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehe.
Bundeskanzler Stocker verhöhne Österreichs Frauen* und ihre Leistungen, hieß es im Aufruf. Und: „Es reicht!“
Die Reden auf der #FrauenStreiken-Kundgebung zum Nachhören:
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12. September 2026: Wenig Protest gegen rechtsextreme Kundgebung am Kahlenberg
Am 12. September 2026 hielten rund 200 identitäre Rechtsextreme am Kahlenberg eine Kundgebung im Gedenken an die „Helden Wiens, die 1683 unsere Stadt vor den Osmanen verteidigten“ ab. Unter den Teilnehmer*innen befanden sich zahlreiche Rechtsextreme aus Polen, die mit einer Statue Jan III Sobieskis angereist waren.
Autonome Antifaschist*innen hatten zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, die um 13:30 bei der Bushaltestelle am Kahlenbergparkplatz beginnen sollte. Diese Kundgebung wurde allerdings behördlich untersagt, und die planmäßig zum Kahlenberg fahrenden Busse nur bis zum Cobenzl kurzgeführt. Letztendlich kamen nur wenige Antifaschist*innen auf den Kahlenberg. Eine Person besuchte kurz die rechtsextreme Kundgebung mit einer Antifa-Flagge und dem Ruf „Alerta, alerta, antifascista!“, ehe sie von der Polizei abgedrängt wurde.
Andere Antifaschist*innen sollen kurzzeitig abseits der rechtsextremen Kundgebung eingekesselt worden sein.
Eine Stunde nach Beginn der rechtsextremen Kundgebung am Kahlenberg startete beim Bahnhof Heiligenstadt eine Gegendemonstration der „Offensive gegen rechts“, die Heiligenstadt längst Richtung Innenstadt (!?) verlassen hatte, als die Rechtsextremen wieder vom Berg zurückkamen.
Daran sollen Angaben einer vertrauenswürdigen Person zufolge zwischen 150 und 200 Personen teilgenommen haben.
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16. September 2026: Gedenken an Jina Mahsa Amini
Rund 150 Personen demonstrierten am 16. September 2026 anlässlich des Todestags von Jina Mahsa Amini am Christian-Broda-Platz.
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18. September 2026: Solidarität mit der LGBTIQ+-Community in der Türkei
Rund 150–170 Personen beteiligten sich am 18. September 2026 vor der türkischen Botschaft in Wien an einer Kundgebung der Solidarität mit der queeren Community in der Türkei und protestierten gegen die gegen LGBTIQ+-Organisationen und -Treffpunkte sowie gegen Menschenrechtsaktivist*innen gerichteten Repressionen und Razzien durch die türkischen Behörden.
Aufgerufen hatten dazu: HOSI Wien, Queer Base, Die Grünen Andersrum, SoHo.
Siehe auch: ⇒ https://hosiwien.at/Menschenrechtsverletzungen-tuerkei
Die Reden auf der Kundgebung zum Nachhören: ⇒ https://cba.media/794147
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20. September 2026: Raum4alle
Um die 70–80 Personen beteiligten sich am 20. September 2026 am Spittelauer Platz an einer vom Kulturzentrum 4lthangrund organisierten Raumvernetzungs-Kundgebung unter dem Titel Raum4alle – gegen steigende Mieten und die Kommerzialisierung des öffentlichen Raums.
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Mehr und vollständige Aufnahmen von Kundgebungen gibt es auf nochrichten.net oder widerstandschronologie.wien.










