Was würde geschehen, wenn unsere Gesetzgebung Natur als Person und nicht
als Sache begreifen würde? Auf der ganzen Welt gibt es Bestrebungen,
„ökologischen Entitäten“, also zum Beispiel Bäumen, Flüssen, Tieren und
Landschaften, Persönlichkeitsrechte zuzusprechen. Zur diesjährigen
Tagnachtgleiche, am 23. September 2026, fand erstmals der „Rights of
Nature Day“ in Wien statt. Der „Tag der Rechte der Natur“ wurde von Eva
Vesovnik, Norbert Mayr und Julia Balasch ausgerufen und gemeinsam mit
vielen Mitstreiter:innen in der Orangerie Kagran gefeiert. Es gab
Vorträge, Diskussionen, Rituale und Lesungen. In dieser Sendung hört ihr
einen Ausschnitt aus dem Programm: Die „Abhängigkeitserklärung von der
Natur“ wird verlesen. Manuel Liendo erzählt vom Naturverständnis der
indigenen Gemeinschaft in Bolivien, in der er aufwuchs. Dominique
Zimmermann spricht über den Schutz von Wildnis-Gebieten und liest das
Insekten-Manifest. Thomas Wallentin gibt Einblicke in die juristischen
Grundlagen, in die Geschichte des Rechts und in aktuelle Entwicklungen
rund um das Recht der Natur. Sithara Pathirana engagiert sich für die
Bürgerin Donau.
Alle Infos zum nun jährlich gefeierten „Tag der Rechte der Natur“ gibt
es hier: https://rightsofnatureday.earth/
Sendungsgestaltung: Julia Grillmayr für Radio Orange/OpenUp
Musik von Andreas Neumeister







