Mit kaleido.teen Potenzial entdecken

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Am 26. September ist kaleido.teen von migrare vorgestellt worden. Ein Workshop, der Stärken und Potenziale von jungen Menschen sichtbar machen soll. migrare, ein Verein zur Unterstützung von migrantischen Personen, hat die Workshopreihe kaleido.teen entwickelt. Jungen Menschen, die noch keinen Pflichtschulabschluss haben, oder gerade im Übergang in die Arbeitswelt sind, soll damit geholfen werden, ihre Stärken zu finden. Diese Stärken sollen dann auch dazu genutzt werden, um Berufsfelder sichtbarer zu machen, zu denen sie passen könnten. Besonders wenn die Schullaufbahn nicht komplett geradlinig verläuft, oder aufgrund der Noten schon viele Absagen kommen, soll das Kompetenzprofil, dass bei kaleido.teen erarbeitet wird unterstützen. In der Keynote von Julia Bock-Schappelwein vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) war der Fokus stark darauf gelegt, dass es sich die Wirtschaft nicht mehr leisten könne, diese jungen Menschen zurückzulassen. Durch den demografischen Wandel gibt es weniger Personen im erwerbsfähigen Alter, umso wichtiger sei es, diese so lange wie möglich in der Beschäftigung zu halten. In einer Podiumsdiskussion mit Julia Bock-Schappelwein (WIFO), Edna Imamovic (private pädagogischen Hochschule der Diozöse Linz) und Marion Klimmer (VSG) wurden die Schwierigkeiten besprochen, die Jugendliche mit Migrationsbiografie haben könnten, um erfolgreich ins Arbeitsleben zu starten. Es kann schon damit beginnen, dass Schule als ein Angstort wahrgenommen würde, oder es von den Eltern aus keine Unterstützung gibt beim Lernen oder organisatorischen Dingen. Es müsse auch unbedingt beachtet werden, dass viele Jugendliche mit Migrationsbiografie von Rassismus und Diskriminierung betroffen seien. So würden Mädchen, die ein Kopftuch tragen, nur Absagen erhalten oder es komme zu rassistischen Aussagen während der Lehrzeit. Hier müsse man mit interkultureller Kompetenz dagegen wirken. Das Konzept von kaleido.teen und wie es entwickelt wurde, haben Amra Hamzić, Lisa Filzmoser und Ekaterina Jungbauer von migrare vorgestellt. Jugendliche würden nicht oft hören, was sie gut können, sondern eher, wo ihre Schwächen liegen. Es falle ihnen schwer, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten zu benennen und diese dann mit Berufsfeldern zu verknüpfen. Mit selbstgestalteten Kompetenzkarten, die mit Illustrationen ausgestattet sind, wobei auf Diversität im Bezug auf Aussehen und Geschlechter und Behinderung geachtet wurde, erstellen die Workshopteilnehmenden ein Kompetenzprofil, das auch einem Bewerbungsschreiben beigelegt werden kann. Bei der Auswahl der Kompetenzen hat das Projektteam darauf geachtet, bei der Lebensrealität der Jugendlichen anzusetzen, z.B. Wissen zu Social Media, und Bild- oder Videobearbeitung. Die Karten sind in 14 Sprachen übersetzt worden. Am Ende soll das Ergebnis sein, dass Jugendliche Kompetenzen benennen und wertschätzen können. Die eigenen Fähigkeiten werden mit beruflichen Möglichkeiten verbunden. Die Vorstellung von kaleido.teen hat im Wissensturm stattgefunden, durch den Tag hat die Journalistin und Autorin Marina Wetzlmaier moderiert. Wir bedanken uns bei Dorf TV für die Audioaufnahme.  

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