Im nächsten Jahr soll Schluss sein mit dem Arbeitstraining für Haftentlassene. Der Verein NEUSTART stellt es ein, weil acht Millionen Euro fehlen. Allein im vergangenen Jahr waren 326 Menschen in den Werkstätten. Auch acht hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen.
NEUSTART sagt: Arbeit und soziale Absicherung helfen, Rückfälle zu vermeiden. Gleichzeitig wird die Arbeit der Bewährungshilfe immer schwieriger. Laut Gesetz sollen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer höchstens 35 Klientinnen und Klienten betreuen. Im August waren es schon rund 40.
Wir haben mit Thomas Marecek gesprochen, dem Pressesprecher von NEUSTART. Wir wollten von ihm wissen, wie die Finanzierungslücke entstanden ist. Wir haben gefragt, was die Schließung für die Betroffenen aber auch die Gesellschaft bedeutet und was es für den Alltag in der Bewährungshilfe heißt, wenn die Fälle mehr werden. Und wir haben nachgehakt, was er damit meint, wenn er sagt: Die Kürzungen gehen auf Kosten der Sicherheit im Land. Außerdem geht es darum, was es für eine teilweise Rücknahme der Kürzungen braucht.
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