Im Mai 2026 wurde in Spital am Pyhrn ein Buch über ein bedrückendes Kapitel unserer jüngeren Vergangenheit, nämlich eine Bestandsaufnahme der derzeit bekannten so genannten „Fremdvölkischen Kinderheime“ in „Oberdonau“ (die Bezeichnung für Oberösterreich während der NS-Zeit, vorgestellt. In Spital am Pyhrn deshalb, weil dort im März 1943 das erste derartige Kinderheim eingerichtet wurde: Bis Kriegsende starben dort 47 Babys an ungenügender Ernährung bzw. Vernachlässigung. In der Sendung sind in Ausschnitten aus dieser Veranstaltung zu hören: die Obfrau des Vereins „Fremdvölkisches Kinderheim Spital am Pyhrn“, Susanne Lammer, Florian Schwanninger vom Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Martin Kranzl-Greinecker, Chefredakteur des Fachverlags ‚Unsere Kinder‘ und Vorstandsmitglied des Mauthausen-Komitees, sowie die Historikerin Gabriela Hauch, die im Auftrag der VÖEST rund um das Jahr 2000 in einer unabhängigen Historiker_innenkommission mitarbeitete. – Das Buch ist im Frühjahr 2026 im Studienverlag erschienen. (Beitragsbild: Buchcover Studienverlag)
Weitere Buchtipps dazu in diesen Tagen, wo wir an die Novemberpogrome gegen die jüdische Bevölkerung vor 88 Jahren denken und diese furchtbaren Ereignisse nie vergessen wollen: Ebenfalls mit den Schicksalen der Kinder in fremdvölkischen Kinderheimen beschäftigt sich der Roman Vielleicht hätte ich eine Familie. Vielleicht hat jemand um mich geweint von Maria Prieler-Woldan, erschienen im Studienverlag 2023. – Und 2025 erschien im Drava Verlag ein großformatiger Bildband Dunkles Erinnern von Heiner Hammerschlag, Geschichte und Geschichten von Manfred Bockelmann, geb. im Kriegssommer 1943 in Klagenfurt. Darin befinden sich Abbildungen von Kindern und Jugendlichen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden. Er versucht damit, zumindest einigen dieser Opfer ein Gesicht und ein Andenken zu geben und sie aus dem Vergessen zu reißen.











