Zigeuner? Was I nix.

Podcast
FROzine
  • Zigeuner? Was I nix.
    09:17
audio
53:36 Min.
Wittgenstein, Sprache, Schule und KI
audio
50:00 Min.
Reformen zulasten junger Leute | Wie wehrt man sich gegen SLAPPs?
audio
17:44 Min.
Interview mit Anna Schwabegger, Bundesjugendvertretung
audio
43:11 Min.
Streik der Ordensspitäler in Linz und Wels
audio
21:44 Min.
Streik der Ordensspitäler in Linz
audio
20:01 Min.
Letztes Mittel Streik am Ordensklinikum Wels
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Ein Blick nach Grönland
audio
59:50 Min.
Medienfreiheit und KI | Solidarische Landwirtschaft
audio
45:13 Min.
Julia Haas im Interview zu KI und Meinungsfreiheit
audio
49:58 Min.
Gemeinwohlorienterierter Journalismus

Am Freitag, den 23. Mai und Samstag, 24. Mai, lud die STADTWERSTATT zu einer Filmvorführung, Lesung und zu einem Workshop mit dem Titel „Zigeuner? – Waas I nix“ ein.
Eine Veranstaltung aus der Reihe „antidot“ von STWST und LIBIB.

Anna Masoner sprach mit den beiden GestalterInnen der Veranstaltung.

Marika Schmiedt, eine österreichische Romni, und Simone Schönett, eine österreichische Jenische, die diese zweitägige Veranstaltung gestalten und durchführen, wollen für ein weitgehend undiskutiertes Phänomen sensibilisieren. Nicht nur die Überlebenden des Schreckensregime der Nationalsozialisten sind mit den nachhaltigen Auswirkungen des Dritten Reiches (auch 63 Jahre nach der Befreiung) konfrontiert. Diese Erfahrungen -und die daraus resultierenden Traumata – sind auch für die Kinder und Enkeljener Menschen präsent, die gemeinhin „Zigeuner“ benannt werden.

Marika Schmiedt,

eine österreichische Romni, 1966 in Traun / Oberösterreich geboren, ist Filmemacherin und bildende Künstlerin, lebt und arbeitet in Wien. Tätigkeiten in der Jugend-und Erwachsenenbildung. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Roma vor und nach 1945 bildet einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit.

Mag. Simone Katholnig-Schönett, eine österreichische Jenische, 1972 in Villach geboren, lebt als Freie Schriftstellerin in Wernberg. Sie setzt sich mit unterschiedlichen Mitteln für die Bewahrung der jenischen Kultur und die Annerkennung ihrer Volksgruppe ein. Diplomarbeit: Jenische – eine Annäherung an eine unsichtbare Ethnie, Universität Klagenfurt, 1999; Roman: „Im Moos“, Verlag Bibliothek der Provinz, 2001. Ausstellungen und Workshops mit Jugendlichen, Schreibwerkstätten. Das Thema Fahrende – taucht als Substrat – in allen ihren Arbeiten auf.

0 Kommentare

  1. Liebe Simone, liebe Marika,

    im Namen des J/B/I/D e.V. möchte Ich euch an dieser Stelle unsere aufrichtige Hochachtung vor eurem Engagement um die „Reisenden“, ganz egal ob es sich dabei nun um Sinte; Rom oder uns Jenische handelt, zum ausdruck bringen und euch für eure wichtige Arbeit um deren Gleichberechtigung aber auch um den Erhalt unserer fahrenden Kultur danken!
    Würde es doch mehr Leute wie euch geben welche sich nicht vor lauter falscher Scham und Angst aus der Anonymität treten zu müssen verstecken (zum Teil sogar ihre Herkunft verleugnend) sondern ganz offen und auch zurecht stolz auf Ihre „reisende“ Kultur in die Öffentlichkeit treten.
    Weder die Sinte, die Rom noch wir Jenische haben auch nur den geringsten Grund uns für unsere Abstammung zu schämen!
    Im Gegenteil – jede Minderheit ist auch zugleich eine Bereicherung der Mehrheit nd wenn sich auch noch heute bei weiten Teilen der Mehrheitsbevölkerung quasi in hartnäckigster Weise viele Vorurteile und manches Mal auch ein regelrechter Hass auf unsere Leute halten so kann man diesen immer nur durch Aufklärung und Austausch zwischen den Kulturen begegnen!
    In diesem sinne wünschen wir euch auch weiterhin viel Erfolg und freuen uns schon heute auf eure weiteren Projekte.

    Timo Adam Wagner
    Vors. des Bundesrats der Jenischen Deutschlands im J/B/i/D e.V.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar