Türkischer Faschismus in Österreich

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Seit Wochen ist die Türkei in den Schlagzeilen. Wir beschäftigen uns heute mit türkischem Faschismus in Österreich, dazu im Interview Thomas Rammerstorfer. Darüber hinaus noch ein Interview mit der Aktivistin Tamara Zlobina, geführt am Kvir Feminist Festival in Wien.

Türkischer Faschismus in Österreich:

Die Aussagen von Efgani Dönmez haben in der politischen Diskussion sehr viel Staub aufgewirbelt. Aber eigentlich ging es hier meistens um die Art und Weise der Formulierung, als das wirklich eine sachliche Diskussion geführt wurde. Will man sich inhaltlich, ohne Stammtischparolen, über die Ansichten von Dönmez zur Situation in der Türkei informieren, dann sei den geneigten HörerInnen das FROzine von letztem Montag dem 17. Juni ans Ohr gelegt – hier hatten wir den Bundesrat ausführlich im Interview zu Gast.

Dass die Thematik dann nur noch auf die Formulierung und nicht auf den Inhalt der Aussage reduziert wurde, liegt wohl auch am aktuellen Darniederliegen des Qualitätsjournalismus und an der „Wer-schreit-am-lautesten“-Mentalität, in die von ORF über die Privatsender bis zu Standard und Heute im Printbereich alle fröhlich miteinstimmen.

Im FROzine wollen wir das nicht so halten und uns mit dem Thema selbst auseinandersetzen. Die türkische Community ist, was die politischen Ansichten betrifft, genau so heterogen wie die türkische oder die österreichische Gesellschaft. Von islamisch-konservativen über linke und rechte KemalistInnen, ethnische und religiöse Minderheiten bis hin zu türkischen FaschistInnen. Mit letzteren wollen wir uns heute unter anderem näher beschäftigen. Dazu ein Interview mit Thomas Rammerstorfer, einem der Mitautoren des Buches „Grauer Wolf im Schafspelz“ herausgegeben von der Volkshilfe Flüchtlings- & MigrantInnenbetreuung Oberösterreich.
Wir sprechen mit Rammerstorfer unter anderem über türkischen Faschismus in Österreich, die Situation in Oberösterreich und wie die Politik radikale MigrantInnen ganz bewusst umwirbt.

Kvir Feminist Festival:

Vom 6. – 9. Juni hat in Wien das Kvir-Feminist-Festival stattgefunden. An diesen 4 Tagen präsentierten und diskutierten vorwiegend Aktivistinnen und KünstlerInnen aus Südosteuropa über ungleiche Machstrukturen.

Unsere Kollegin Jerneja Zavec interviewte beim Festival die Ukrainische Aktivistin Tamara Zlobina, die einen Vortrag mit Diskussion zum Thema Emanzipation der Masse hielt – mit Fokus auf die queer-feministische Szene in postsovjetischen Ländern. Ist bzw. Wie ist eine Emanzipation der Masse möglich, wenn Feminismus gleichzeitig dämonisiert und marginalisiert wird?

 

Sendungsgestaltung: Oliver Jagosch
Musik (cc): Anitek

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