„Anschluss“ 1938: Opfer-Täter-Diskurs und Widerstand

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Der Historiker Manfred Mugrauer* hielt am 14. März im Rahmen der „Linke Gespräche“ in der Linzer Melicharstraße 8 einen Vortrag zum Thema: „Anschluss“ 1938: Opfer-Täter-Diskurs und antifaschistischer Widerstand.

Mugrauer analysierte den so genannten „Anschluss“ sowie die „Entstehung und den Funktionswandel der Opferthese“ bis zu hin zur „Erosion der Opferthese“.

Inzwischen ist, vor allem seit der Kandidatur Waldheims, nicht mehr die Rede davon, dass „Österreich“ bzw. die ÖsterreicherInnen in erster Linie als Opfer des Nationalsozialismus zu sehen sind, es ist auch deutlicher sichtbar geworden, welche Rolle ÖsterreicherInnen als Täter/Täterinnen in den Jahren 1938 – 1945 eingenommen haben. Der Widerstand gegen das NS-Regime wurde dabei aber zusehends in den Hintergrund gedrängt und war im Gedenkjahr 2018 bisher bestenfalls als Fußnote wahrnehmbar. Vor allem der organisierte politische Widerstand, der wesentlich von KommunistInnen getragen wurde, findet de facto kaum mehr Erwähnung.

Nach dem Vortrag gab es eine angeregte Diskussion, aus der ich drei Wortmeldungen ausgewählt und ans Ende der Sendung gestellt habe.

*Manfred Mugrauer ist wissenschaftlicher Sekretär und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes.

Erich Klinger, 12. April 2018

 

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