Europäische Agrarpolitik: Perspektiven und Alternativen

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Globale Dialoge – Women on Air
  • 20190312 zeitschrift147
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Es wird einer nichts geschenkt

Präsentation der neuen Ausgabe der Frauen*solidarität

Anlass für die Ausgabe war die Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik – kurz GAP. Sie wurde vor Jahrzehnten geschaffen, um dem Hunger in Europa den Kampf anzusagen. Diese Zeiten des Hungers wurden durch jene der Überproduktion abgelöst. Heute leiden vor allem Kleinbäuerinnen und -bauern und Landarbeiter_innen unter der Politik der Subventionierung von industrieller Landwirtschaft und aggressiven Exportieren.

Wir blicken aber auch über den europäischen Tellerrand hinaus. An Orte, wo Kleinbäuerinnen und -bauern alternative Konzepte entwickeln, um nachhaltige Landwirtschaft und Biodiversität zu fördern: In Nepal, Palästina, Brasilien und El Salvador. Und wir berichten über internationale Erfolge: Die UN-Deklaration der Rechte von Kleinbäuerinnen und -bauern und anderen Menschen, die in ländlichen Gebieten arbeiten, wurde im Dezember 2018 von der UN-Generalversammlung mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen.

Im Zentrum der heutigen Ausgabe steht das Konzept der Agrarökologie. Alina Menjivar von der feministischen Organisation La Colectiva in El Salvador war im November in Wien zu Gast und hat für die Veranstaltung „Landwirtschaft in Frauenhand“*** eine key note gehalten. Die Organisation La Colectiva in El Salvador arbeitet seit 15 Jahren und setzt auf agrarökologische Ansätze und feministische Aufklärungsarbeit. Sie fördern Kleinbäuer_innen und landwirtschaftliche Alternativen, die Ressourcen und Umwelt schonen und gesunde Lebensmittel anbauen, aber auch gesellschaftliche Machtverhältnisse herausfordern.

Mit ihr diskutierten Maria-Waltraud Rabitsch (ADA), Michaela Schwaiger (BM für Nachhaltigkeit und Tourismus) und Irmi Salzer (Referentin für Agrarpolitik des österreichischen MEP) wie Agrarökologie in der europäischen und österreichischen Landwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit verankert werden kann. Moderiert wurde die Veranstaltung von Melanie Oßberger (FIAN Österreich).

Sie hören Ausschnitte aus dem Vortrag und der Diskussion.

Genauere Informationen zur neuen Ausgabe finden Sie unter: www.frauensolidaritaet.org.

Sendungsgestaltung: Petra Pint (Frauen*solidarität)

*** Die Veranstaltung war eine Kooperation von FIAN Österreich, Aktion Familienfasttag der kfb und WIDE Österreich – Women in Development Europe und fand im Rahmen des ADA-Projektes „Mit Menschenrechten gegen Mangelernährung“ statt.

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