Brigitte Aulenbacher: „Geschlechterungleichheit in der unternehmerischen Gesellschaft. Herausforderungen feministischer Forschung“

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Innsbrucker Gender Lectures
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    105:32
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1 Std. 44:39 Min.
Lisa Nakamura: "Histories of Online Racism and Gendered Harassment: Women of Color Digital Diversity Work as Community Defense."
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1 Std. 13:00 Min.
Maria San Filippo: "Full-Frontal Feminism: Sex Scenes in Jane Campion’s Turn of the Millennium Trilogy"
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Denise Bergold-Caldwell: "Die Kolonialität von Geschlecht: Perspektiven auf Subjektivierungen in (post-)kolonialen Ordnungen"
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1 Std. 27:34 Min.
Ilse Hartmann-Tews: "Soziale Konstruktion von Geschlecht im Sport"
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Eva Zedlacher: "Anschreien, ausgrenzen, Gerüchte streuen – was Missverhalten am Arbeitsplatz mit Gender zu tun hat"
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Jin Haritaworn: „Von Corona-Rassismus zu Abolitionismus: Queere Präfigurationen jenseits des racial Kapitalismus"
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Claudia Opitz: "Feminismus, Geschlechterdebatten und die Zukunft der Geschlechtergeschichte"
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1 Std. 47:23 Min.
Elisabeth Sandler: "LGBTQ+-Inklusion an Universitäten: Zeugnisse und Empfehlungen aus der „Out at Cambridge“ Studie"
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2 Std. 03:01 Min.
Michelle Cottier: „Elternschaft im Recht jenseits von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als Norm“
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1 Std. 02:20 Min.
Libe García Zarranz: “Paradoxical Worldings: Reflections on Feminist and Trans Cultures Today”

13. Innsbrucker Gender Lecture
Wintersemester 2010/11

Geschlechterungleichheit in der unternehmerischen Gesellschaft. Herausforderungen feministischer Forschung

Der neoliberale Umbau der Gesellschaft geht in den OECD-Ländern mit Verwerfungen in den Geschlechterverhältnissen einher, die in den Medien wie in der Soziologie für einen bunten Strauß von Diagnosen sorgen: Der ‚Krise der Männlichkeit‘ stehen die ‚Frauen an der Spitze‘ gegenüber. Vom Bedeutungsverlust von Geschlecht für die gesellschaftliche Stellung von Menschen ist ebenso die Rede wie von der Kurzsichtigkeit derjenigen, die diese These angesichts unverkennbarer Geschlechterungleichheiten vertreten. Der Vortrag diskutiert die Frage, in welcher Weise sich die unternehmerische Gesellschaft mit Geschlechtergleichheit und -ungleichheit verbindet und wie dies die feministische Gesellschaftsanalyse herausfordert. Exemplarisch wird Bezug auf Erkenntnisse zum Wandel von Arbeitsteilungen und Gerechtigkeitsvorstellungen im öffentlichen Sektor und der privaten Daseinsfürsorge genommen.

Brigitte Aulenbacher ist Professorin für Soziologische Theorie und Sozialanalysen (unter besonderer Berücksichtigung der Gender Dimension) am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz. Sie forscht aktuell zum Wandel von Arbeit, Geschlechterverhältnissen und sozialen Ungleichheiten und zur Umstrukturierung der Universitäten wie des öffentlichen Sektors. In diesen Bereichen hat sie 2010 die Schwerpunkthefte „Organisation, Geschlecht, soziale Ungleichheiten“ der Feministischen Studien (mit A. Fleig, B. Riegraf) und „Arbeit in Alltag, Biografie, Gesellschaft“ der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie (mit M. Ziegler) wie die Bücher „Soziologische Geschlechterforschung“ (mit M. Meuser, B. Riegraf) und „GenderChange in Academia“ (mit E. Kirsch-Auwärter, U. Müller, B. Riegraf) mit veröffentlicht.

Kommentar: Erna Appelt, Universität Innsbruck
Moderation: Max Preglau, Universität Innsbruck

Mitschnitt des Vortrags vom Dienstag, 7. Dezember 2010, Universität Innsbruck

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