Ungarn im Fokus – Solidaritätskundgebung

Podcast
FROzine
  • Ungarn im Fokus - Solidaritätskundgebung
    59:51
audio
13:19 Min.
Demo Bündnis Linz gegen Rechts
audio
50:08 Min.
Demo Bündnis Linz gegen Rechts, Friedensgespräche sowie Maja.T
audio
23:43 Min.
Linzer Friedensgespräche 2026
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Spaniens Migrationspolitik
audio
59:47 Min.
Medienbildung als gesellschaftl. Voraussetzung für demokratische Teilhabe
audio
50:08 Min.
Beitrag zum Weltkrebstag und Reportage zum B7
audio
19:40 Min.
Bewegung auf Rezept - die Rolle von Sport bei Krebs
audio
41:31 Min.
Im Gespräch mit dem Büdnis Linz gegen Rechts
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Venezuela
audio
53:36 Min.
Wittgenstein, Sprache, Schule und KI

FROzine, am 14.01.2011, 18-19 Uhr

Medienzensur und rechte Politik in Ungarn

Solidaritätskundgebungen ab 18.00 Uhr in Wien und Budapest

WH am 17.01.2011, 6 & 13 Uhr

Erklärung zur Abschaffung der Medienfreiheit in Ungarn:

„Die Medienfreiheit gehört zu den unverzichtbaren Säulen der westlichen Demokratie. Zwar unterliegen auch Medien den Gesetzen und haben Prinzipien wie Persönlichkeitsschutz und Menschenwürde zu achten. Aber Meinungsfreiheit, offene Informationszugänge und Redaktionsgeheimnis gehören zu den wesentlichen Instrumenten einer demokratisch gestalteten Presselandschaft.

Das neue Mediengesetz in Ungarn behindert oder schafft in letzter Konsequenz diese Instrumente ab. Die neue Medienbehörde ist de facto ein Zensurinstitut. Die einzelnen Bestimmungen des Gesetzes verkleben den Journalisten den Mund und unterminieren letztlich auch die kommerziellen Möglichkeiten der Medien.

Die ungarische Nation hat 1956 heldenhaft versucht, das kommunistische Joch abzuwerfen. Sie gehörte 1989 zu den Vorkämpfern eines friedlichen Übergangs zur Demokratie. Wir erwarten daher von ihrer Regierung, dass sie die demokratische Entwicklung der EU und ihrer Mitglieder stärkt, statt sie zu schwächen.

Die Erklärungen ungarischer Spitzenpolitiker, das Gesetz notfalls ändern zu wollen, genügen nicht. Wir fordern Ungarns Regierung auf, das beschlossene Mediengesetz zurückzuziehen und durch ein neues zu ersetzen, das keine Zweifel über seine demokratische Linie aufkommen lässt. Von der EU-Kommission in Brüssel erwarten wir, dass sie dem EU-Mitglied Ungarn rasches Handeln nahelegt.“

Wir haben zum Thema ein Telefoninterview mit der freischaffenden und in Budapest beheimateten Journalistin Gina Böni geführt. Zudem gibt es Live-Eindrücke (Außenkorrespondent Alexander Vojvoda) der Solidaritätskundgebungen, die ab 18.00 Uhr vor der ungarischen Botschaft in Wien und in Budapest stattfinden.

Im Beitrag von Radio Dreyeckland, Freiburg äußert sich der Journalist Karl Pfeifer zum Verhältnis der ungarischen Innenpolitik und dem Einfluss der EU.

Am Dienstag hat eine Gruppe ungarischer Künstler eine Petition gegen Rassismus und Ausgrenzung in Europa beim EU-Parlament eingereicht. Auslöser war nicht zuletzt die Situation in Ungarn selbst. Das Land war in den letzten Wochen vermehrt ins Licht der europäischen Öffentlichkeit geraten, weil dort ein problematisches Mediengesetz verabschiedet wurde. Mehr dazu im Interview.

Moderation Richard Paulovsky

Schreibe einen Kommentar