Sigrid Schmitz: „Neuro-Gender: Eine Auseinandersetzung mit Geschlecht in der modernen Neurokultur“

Podcast
Innsbrucker Gender Lectures
  • Schmitz0_2011_01_25
    91:15
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1 Std. 44:39 Min.
Lisa Nakamura: "Histories of Online Racism and Gendered Harassment: Women of Color Digital Diversity Work as Community Defense."
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1 Std. 13:00 Min.
Maria San Filippo: "Full-Frontal Feminism: Sex Scenes in Jane Campion’s Turn of the Millennium Trilogy"
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Denise Bergold-Caldwell: "Die Kolonialität von Geschlecht: Perspektiven auf Subjektivierungen in (post-)kolonialen Ordnungen"
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Ilse Hartmann-Tews: "Soziale Konstruktion von Geschlecht im Sport"
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1 Std. 18:56 Min.
Eva Zedlacher: "Anschreien, ausgrenzen, Gerüchte streuen – was Missverhalten am Arbeitsplatz mit Gender zu tun hat"
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Jin Haritaworn: „Von Corona-Rassismus zu Abolitionismus: Queere Präfigurationen jenseits des racial Kapitalismus"
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Claudia Opitz: "Feminismus, Geschlechterdebatten und die Zukunft der Geschlechtergeschichte"
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Elisabeth Sandler: "LGBTQ+-Inklusion an Universitäten: Zeugnisse und Empfehlungen aus der „Out at Cambridge“ Studie"
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2 Std. 03:01 Min.
Michelle Cottier: „Elternschaft im Recht jenseits von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit als Norm“
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1 Std. 02:20 Min.
Libe García Zarranz: “Paradoxical Worldings: Reflections on Feminist and Trans Cultures Today”

14. Innsbrucker Gender Lecture
Wintersemester 2010/11

Neuro-Gender: Eine Auseinandersetzung mit Geschlecht in der modernen Neurokultur

Unter dem Stichwort „Neuro-X“ vollzieht sich aktuell eine enge Verflechtung zwischen der modernen Hirnforschung und verschiedensten Wissenschafts-disziplinen. Im Zuge dieser Amalgamierung von Biologie, Technik und Sozialität wird der Mensch festgelegt auf sein Gehirn und das cerebrale Subjekt wird mehr und mehr zur zentralen Kategorie, wenn es um Definitionen des Selbst, um gesellschaftliche Prozesse oder um ein zukünftiges Menschenbild geht.
Im Rahmen der boomenden Neurokulturen werden konkrete Geschlechter-zuschreibungen (erneut) mit den Theorien und Anwendungen zum cerebralen Subjekt verbunden und – tiefer noch – Geschlechterideologien diesen Konzepten zugrunde gelegt. Dabei geht es auch um das Spannungsfeld eines determinierten und gleichzeitig modulierbaren Gehirns, seine Nutzung und Anpassung im Rahmen gesellschaftlicher Optimierungsdiskurse und um die Ausbildung von Normierungsstrategien. Entlang dieser Analysen führt der Vortrag in aktuelle Ansätze der Gender and Science & Technology Studies ein.

Prof. Dr. Sigrid Schmitz, geb 1961, ist Biologin und Wissenschaftsforscherin, derzeit Professorin für Gender Studies an der Fakultät für Sozialwissenschaften und wissenschaftliche Leiterin des Referats Genderforschung an der Universität Wien. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender, Hirnforschung und Neurotechnologien; transdisziplinäre Körperdiskurse und Embodying; Gender und e-learning; feministische Epistemologien.
Aktuelle Publikation zum Thema: SCHMITZ, SIGRID (2010): Gehirnoptimierung – (k)ein geschlechtsloses Feld? In: Ernst, Waltraud (Hg.): Ethik – Geschlecht – Medizin. Körpergeschicheten in politischer Reflexion. Internationale Frauen- und Genderforschung in Niedersachsen. Teilband 6. Hamburg: LIT Verlag, Reihe „Focus Gender“, Band 14, 111-130.

Kommentar: Heike Raab, Universität Innsbruck
Moderation: Kordula Schnegg, Universität Innsbruck

Mitschnitt des Vortrags vom Montag, 17. Jänner 2011, Universität Innsbruck

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