Slutwalk

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FROzine
  • 2011.08.22_1800.10-1850.10__FROzine
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In der heutigen Ausgabe des FROzine hört ihr einen Beitrag über den Slutwalk in Berlin, der am 13. August stattfand. Zudem ein Bericht von RaBe, dem freien Radio Bern, über die Bemühungen des Iran, ein eigenständiges, nationales Internet ohne „ausländische Einflüsse“ zu etablieren. Außerdem ein Interview mit Lili Fuhr, Referentin für internationale Umweltpolitik bei der Heinrich Böll Stiftung, über den Konzern Shell, der Erdöl im Nigerdelta fördert.

„Slutwalk“

Ein Polizist in Toronto hat im Jänner diesen Jahres in einem Vortrag an einer Universität zur Prävention von Vergewaltigungen gesagt: „Frauen sollten sich nicht wie „Schlampen“ anziehen, wenn sie nicht Opfer sexueller Gewalt werden wollen.“ Daraufhin formierten sich internationale Protestaktionen und Demonstrationen. Sie richten sich gegen sexuelle Übergriffe und die Vorurteile, mit denen Opfer von Vergewaltigungen oft zu kämpfen haben. In mehreren deutschen Städten haben am 13. August Frauen beim sogenannten „Slutwalk“ in freizügiger Kleidung für ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung demonstriert. Auch Männer waren dabei. Zu diesem Anlass produzierten die Redakteure des Radio Obscura, eine Sendung des Radio Corax, FSK und Pi Radio einen Bericht mit den Organisatoren des Slutwalks in Berlin, Candy und Rosa.

http://www.slutwalktoronto.com

http://slutwalkberlin.de

http://slutwalkvienna.wordpress.com/

„Shell und das Nigerdelta“

Seit über 50 Jahren schon wird von der Royal Dutch Shell Public Limited Company Erdöl im Nigerdelta gefördert. Die dort heimischen Menschen, die Ogoni, müssen also seit Langem mitansehen, wie ihre Heimat verschmutzt wird. Vor kurzem veröffentlichte eine WissenschaftlerInnen-Gruppe von der UNEP, dem Umweltprogramm der UN, eine Studie, die ziemlich vernichtend ist. Sie geht von einem wirtschaftlichen Schaden von über einer Mrd. US-Dollar aus. Die Säuberungsarbeiten würden zu allem Überdruss auch noch 30 Jahre dauern. Auch wenn es nur symbolisch und sehr begrenzt ist, Shell hat sich für das eine oder andere Leck in den Pipelines verantwortlich erklärt und muss nun mit einer Strafe rechnen. Lili Fuhr ist Referentin für internationale Umweltpolitik bei der Heinrich Böll Stiftung. Und sie ist natürlich nicht zufrieden damit, das Shell seit inzwischen 50 Jahren nicht wirklich für die entstandenen Schäden zur Verantwortung gezogen wurde. Die tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax in Halle führte mit ihr ein Interview

„Halal-Internet gegen den ausländischen Einfluss – Iran will ein eigenes Internet schaffen“

Das Internet spielt und spielte eine grosse Rolle in den jüngsten Revolutionen in der arabischen Welt – aber auch vor zwei Jahren bei der Grünen Revolution im Iran. Seither versuchen diktatorische Machthaber alles denkbar Mögliche, um dem weltweiten Kommunikationsnetz einen Riegel vorzuschieben. Das neueste Projekt dieser Art trägt den Spitznamen „Halal“-Internet und soll Ende August im Iran eingeführt werden. Die iranische Bevölkerung soll in Zukunft nur noch Zugang zu einem nationalen Internet haben, das von ausländischen Einflüssen gesäubert ist. Ein Bericht von Michael Spahr von Radio RaBe in Bern.

Moderation: Sophia Sixta

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