WiderstandsChronologie 18. März bis 1. April 2023

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WiderstandsChronologie
  • WiderstandsChronologie20230401
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WiderstandsChronologie 7. bis 20. Jänner 2024
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WiderstandsChronologie Juli bis Dezember 2023

+++ Jewish Solidarity with the Israeli Democracy in Vienna +++ Block Gas +++

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20. März 2023: Klimaprotest vor Bundeskanzl*amt

Am 20. März verteilten Klimaaktivistinnen von Fridays For Future vor dem Bundeskanzl*amt den Weltklimabericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen IPCC und erklärten: Der IPCC-Report sei das gebündelte Wissen aus jahrzehntelanger Forschung zur Klimakrise. Seit 1988 läute die Wissenschaft die Alarmglocken und möchte damit Politiker*innen wie Kanzler Nehammer wachrütteln, die die Klimakrise nicht im Ansatz verstanden haben und damit unsere Zivilisation an die Wand fahren zu drohen. Kritisiert wurde unter anderem Bundeskanzler Karl Nehammer, dessen „Rede zur Zukunft der Nation“ eine Kampfansage an unsere Zukunft gewesen sei.

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23. März 2023: Fair statt prekär! Universität neu denken

1500 Personen laut angeblicher Polizeiangaben, 2000 Personen laut Veranstalter*innen, demonstrierten am 23. März im Rahmen einer öffentlichen Betriebsversammlung des wissenschaftlichen Personals der Uni Wien für eine grundlegende Reform des Universitätssystems.

Die Rahmen- und Arbeitsbedingungen für befristet angestellte Mitarbeiter*innen der Universitäten – österreichweit ca. 80 % des wissenschaftlichen Personals – seien schon vor 2021 alles andere als gut gewesen. Die UG-Novelle und ihre Auslegung an den jeweiligen Universitäten habe das Fass jedoch endgültig zum Überlaufen gebracht, schrieben die Aufrufer*innen Unterbau Uni Wien, Netzwerk Unterbau Wissenschaft, IG Lektor*innen und Wissensarbeiter*innen sowie Unterbau TU Wien. Eine bloße ‚Reparatur‘ des Gesetzes reiche nicht aus. Gefordert wurde unter anderem eine grundlegende Reform des Universitätssystem, mit der Forschung und Lehre an den Universitäten nachhaltig und langfristig gesichert werden; ein Stopp des Auseinanderdriftens von Lehre und Forschung; gute Arbeitsbedingungen; vielfältige Berufs- und Karrierewege an der Universität sowie demokratische Strukturen, die Mitbestimmung für alle Mitarbeiter*innen an der Universität und für Studierende möglich machen.

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25. März 2023: Jewish Solidarity with the Israeli Democracy in Vienna

Rund 250–300 Personen nahmen am 25. März am Theodor-Herzl-Platz an einer Kundgebung zur Unterstützung des Kampfs für Demokratie in Israel teil, zu der unter anderem die Jüdischen Österreichischen Hochschüler*innen und Hashomer Hatzair Ken Tel Amal aufgerufen haben. [Redenausschnitte]

Eine komplette Aufzeichnung aller Reden kann ►hier gehört werden.

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26.–29. März 2023: Block Gas

Mit Blockaden und vielen weiteren Aktionen wurde gegen die europäische Gaskonferenz vom 26. bis zum 29. März protestiert. An einer Demonstration am 28. März nahmen zwischen 3300 und 3500 Personen teil.

[Redenausschnitte]

Eine komplette Aufzeichnung aller Reden kann ►hier gehört werden.

Gegen Kundgebungen, Demos und Blockaden am 26. März mit mehreren hundert Teilnehmer*innen ist die Polizei ganz massiv vorgegangen. Unter anderem wurde auf bereits eingekesselte Demonstrant*innen Pfefferspray gesprüht. Mehr als 140 Personen wurden festgenommen. BlockGas kündigt darum für kommenden Montag, 3. April, um 17:30 eine Kundgebung am Ballhausplatz an, um gegen die Repression zu protestieren und sich solidarisch zu zeigen. Außerdem wurde um solidarische Spenden für Rechtshilfe auf das Konto der Roten Hilfe Wien gebeten. Als Verwendungszweck muss dazu BlockGas angegeben werden.

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Außerdem …

… beschützten Antifaschist*innen am 20. März eine Lesung der Drag Queen Candy Licious in der Buchhandlung Analog in Mariahilf sowie am 26. März die Drag Storytime 4 Kids i im Villa-Vida-Café in der Türkis Rosa Lila Villa vor angekündigten rechtsextremen Störaktionen

… protestierten am 23. März hunderte Menschen in St. Pölten gegen die Koalition mit Rechtsextremen

… wurde am 31. März in Wien neuerlich gegen Femizide bzw. Feminizide demonstriert.

Heute, am 1. April wurde am Stephansplatz an das Massaker von Butscha erinnert, wo vor einem Jahr nach 33 Tage langer Besetzung durch russische Streitkräfte die Leichen hunderter systematisch ermorderter Menschen gefunden worden waren.

Ebenfalls heute, am 1. April, wurde in Solidarität mit den Kämpfer*innen gegen das Mullah-Regime zur iranischen Botschaft demonstriert.

Außerdem gab es mehrere weitere Aktionen gegen die Untätigkeit gegen die nahende Klimakatastrophe. Jeden Donnerstag wird immer noch am Platz der Menschenrechte gegen die Regierung protestiert. Weiterhin gibt es immer wieder Mahnwachen und Kundgebungen der „Omas gegen rechts“. Und obendrein gibt es immer wieder auch einiges, von dem ich nichts mitbekomme.

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