start.box bietet psychologische Hilfe für junge Menschen

Podcast
FROzine
  • Beitrag_Startbox_28m17s
    28:17
audio
46:37 Min.
HOSI Schulworkshops & Beaver Dam Analog
audio
53:06 Min.
Gewaltambulanz gehört ausgebaut
audio
59:40 Min.
Club of Rome Austria/Genderbias am österreichischen Arbeitsmarkt/Kongress der Utopien in Quedlinburg
audio
22:54 Min.
Ein Hebel reicht nicht: Wie ein gutes Leben für alle gelingen kann (Beitrag)
audio
50:45 Min.
B37 und "Die Toten von Lambach"
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Dürre im Sommer
audio
54:00 Min.
Bürger*innen-Initiative Kronstorf und schwierige Regierungsbildung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
audio
54:59 Min.
STWST84x12
audio
45:43 Min.
Mediengespräch "Angebunden statt abgehängt" und Turteln am Taubenmarkt
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Überwachung in Hong Kong

Die start.box in Linz ist ein Zentrum für psychische Gesundheit von pro mente, das für junge Menschen von 14 bis 29 Jahren da ist. Die Angebote sind alle kostenlos und beinhalten unter anderem folgendes:

-Psychosoziale Beratung, Begleitung und Sozialarbeit
-Offener Treff
-Tagesstrukturierung – Küche, Werkstatt, Garten, Kultur, Ausflüge
-Erweiterung persönlicher Kompetenzen
-Workshops & Fachvorträge
-Fachärztliche Beratung
-Psychotherapie

Die Sozialarbeiterin Alexandra Stallinger und der Sozialpädagoge Markus Nohel erzählen im FROzine Interview über ihre Arbeit und den Alltag mit den jungen Menschen. Diese finden den Weg zur start.box oft durch Mundpropaganda oder über Social Media. Der digitale Bereich ist der start.box extrem wichtig. Es gibt zum Beispiel einen anonymen Chat, bei dem sich Menschen Hilfe suchen können. Laut Nohel müsse die virtuelle Realität auch eine Rolle spielen:

Was ich glaube, dass implementiert gehört in den nächsten Jahren, ist ein komplett digitales Angebot. Ein Metaverse-Angebot der start.box. Also wirklich die start.box in einen digitalen Raum zu verlagern. Und auch eine Tagesstruktur in einem digitalen Umfeld anzubieten.

2 Personen sitzen in Sessel und sind einander zugewandt. Sie lachen. Der Raum ist sehr hell und mit Holzmöbel dekoriert.
Markus Nohel und Alexandra Stallinger. Foto: Aylin Yilmaz

Wann kommen Personen, um sich bei der start.box Hilfe zu holen? Unterschiedlich: Sie werden teilweise vom Krankenhaus vermittelt, oder Eltern melden sich. Generell darf man einfach vorbeikommen, um sich das Ganze anzuschauen. Stallinger und Nohel sehen im breitgestreuten Angebot der Box einen großen Vorteil, so findet sich für alle das passende. Es gibt einen Wochenplan, der soll dabei helfen, Struktur für die Klient*innen zu schaffen, von Beratung zu Workshop bis Kochen, sie werden stets betreut.

Warum das Angebot bis 29 geht, obwohl man damit strengenommen nicht mehr zu „Jugendlichen“ gehört, erklären die beiden so: Viele psychosoziale Angebote enden mit 21 oder 24 Jahren, aber man ist mit diesem Alter nicht automatisch erwachsen. Auch finanzielle Hürden spielen oft eine Rolle. Therapeut*innen würden oft 90 Euro aufwärts kosten.

Themen, die die Jugendlichen beschäftigen: Zukunfstängste, was soll gearbeitet werden, macht Arbeit noch Sinn? Klimakrise, Politik. Aber auch „kleinere“ Themen: „Will ich eine Familie, Auto, wo will ich wohnen, wie kann ich mir das leisten?“ Die Klimakrise sei schon seit Jahren Thema. In der start.box wird die Problematik proaktiv angegangen. Regenwasser wird gesammelt und es gibt eine Wurmkiste.

Betreute Personen sind unterschiedlich lange im Projekt dabei. Manche sind Wochen da, manche Monate. Es wird auf alle Fälle kein Limit gesetzt, dass nach einer bestimmten Zeit etwas „erreicht“ werden müsse. Die start.box kommt so gut an, dass es leider Wartezeiten gibt. Die Warteliste wird so schnell wie möglich abgearbeitet und in der Chatbox kann man sich immer melden.

Es sind zwei stoffsessel zu sehen. Sie stehen auf einem Holzboden und hinter ihnen an der Wand hängen Gitarren.
Interieur der start.box. Foto: Aylin Yilmaz

Häferl und Teller stehen auf einem Tisch herum. An der Wand dahinter sind selbstgemalte Bilder zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Konzept hinter den Räumlichkeiten der start.box ist „Zuhause sein. Ankommen.“ Es soll gemütlich sein und keine sterile Umgebung. Teilweise werden die Mäbel in der eigenen Werkstatt selbst hergestellt. Auch für die Mitarbeitenden ist es wichtig sich wohlzufühlen, so Nohel. Wünschen würden sie sich mehr Ressourcen, damit mehr Mitarbeitende mehr Klient*innen betreuen könnten.

 

Eine offene Garderobe aus Holz. Darin hängen verschiedene Kleidungsstücke
Die Garderobe wurde in der Werkstatt der start.box gebaut

Links:

Instagram
Facebook

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar