(Un)documented — Eine (S)kartierung des Verschwindens, Kapitel 1

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Radio Dispositiv
  • (Un)documented - Eine (S)kartierung des Verschwindens, Kapitel 1
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Was heißt Frieden - Claudia Brunner und Margarete Maurer im Studiogespräch
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Fünf Jahre Rotlicht - Dino Rekanović und Michael Laubsch im Studiogespräch
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Vom sorgsamen Umgang mit Chancen und Risiken - Sebastian Kneidinger von epicenter.works
Die Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen stellt sich dem Widerspruch

Seit fast drei Jahren arbeitet die Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen daran, das Archiv des Kunstkollektivs Fritzpunkt nach allen Regeln der Kunst verschwinden zu lassen. September 2023 war die Lücke endlich komplett. Seither ist das Archiv in 271 Einzelteilen fragmentiert über Europa verstreut und kann somit als physisch aufgelöst gelten. Wenn auch nicht restlos.

Das non minus ultra ist damit längst nicht erreicht, liegt womöglich ferner denn je. Denn die Inhalte existieren unbeeindruckt weiter, sind sie doch längst in andere Archive eingesickert und in den Erinnerungen zahlreicher Betrachter*innen festgehalten. Von Meta-Spuren in Mailings, Plakaten oder Berichten ganz zu schweigen. Auch Radiosendungen wie diese wirken unbestreitbar kontraproduktiv. Zu allem Überfluss erwarten Fördergeber, die Verwendung ihrer Mittel dokumentiert zu sehen. Könnte dieser Zuwachs an Archivalien womöglich dazu führen, dass die Quantität des ursprünglichen Archivs am Ende übertroffen wird? So es denn ein Ende geben sollte.

Zwei namenlose Mitarbeiter der Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen berichten vom Leben in paradoxen Teufelskreisen.

Website Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen
Website Aufhebekunst
Website Fritzpunkt
Website Marianne Fritz Projekt

(CC) 2023 BY-NC-SA V4.0 — Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0)

1 Kommentare

  1. Sehr interessantes Gespräch!!
    Das 10000 Seiten zu lesen nur von VIELEN bewältigbar war und es jetzt nach 3Jahren des Versuchs einer Archiv-Auflösung wieder alleine nicht bewältigbar war, die Dokumentation des Verschwindens zu demonstrieren, könnte zu philosophischen und soziologischen Fragen überleiten……
    Und ebenso: wie gehen wir alle mit unseren privaten Archiven um? Wie sinnvoll sind diese???Ablage, um es vergessen zu dürfen ????
    Geteilte Fotos und Videos in div. sozialen Medien , um einen «Feude-Moment» zu teilen, erhöhen für den Augenblick ( und vielleicht auch für eine gewisse Dauer) den Zusammenhalt einer überschaubaren Gruppe von Menschen….dies ist wahrscheinlich eines unserer Grundbedürfnisse……
    ARCHIIVIERUNG nicht notwendig…..

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