Zukunft der österreichischen Medienförderung

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Die Pressefreiheit in Österreich steht unter Druck: Die Digitalisierung führt zum wirtschaftlichen Absturz von traditionellen Medien, während zum gleichen Zeitpunkt politische Akteur*innen versuchen, auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen. Zu diesem Thema gab es am 28. November 2025 ein Mediengespräch der Initiative Diskurs. Das Wissenschaftsnetz. Im Vordergrund stand dabei die Medienförderung in Österreich. Zu Gast waren Hendrik Theine, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Johannes Kepler Universität in Linz, und Fritz Hausjell, Professor für Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien.

Sie haben über verschiedene Ansätze gesprochen, wie sich Medienhäuser finanziell absichern können. Mit einer neugedachten Digitalabgabe zum Beispiel. Die Digitalisierung ist allgemein ein Problem für traditionelle Medien, besonders junge Menschen informieren sich hauptsächlich online. Noch schwieriger wird die Situation durch die Zusammenfassungen von künstlicher Intelligenz, die nach Suchmaschinenanfragen ganz oben angezeigt werden. Es kommt dazu, dass User*innen weniger oft auf die tatsächlichen Websites klicken. Theine meint, dass Österreich braucht ein neues Medienmodell brauche, das Journalismus als öffentliche Infrastruktur, vergleichbar mit Gesundheit oder Bildung, begreife. Journalismus hat eine zentrale gesellschaftliche Funktion, die finanziell abgesichert werden müsse. Theine spricht auch den nichtkommerziellen Rundfunk an und meint, dass dieser durch Förderungen priorisiert werden solle. Zukunftsfähige Medienpolitik müsse zivilgesellschaftlich verankerte, genossenschaftliche und gemeinnützige Medienmodelle systematisch stärken, so Theine.

Hausjell betont, wie wichtig es sei, attraktive digitale Angebote zu schaffen. Verschiedene Aboformate und Bezahlmöglichkeiten solle es Nutzer*innen leicht machen, für Journalismus zahlen zu wollen. Werbung müsse hier noch klarer gekennzeichnet werden, als bis jetzt der Fall sei. Es brauche auch Aufklärung und Medienkompetenzförderung von Bürger*innen, damit diese erkennen würden, welche digitalen Kanäle journalistischen Mehrwert bieten würden.

Headerbild: Foto von brotiN biswaS: https://www.pexels.com/de-de/foto/selektive-fokusfotografie-von-zeitschriften-518543/

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