Hallstatt – Michaelikirche

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Rückblicke – Welterbe Hallstatt
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Welterbegebiet - Verschwundene Steinbrüche

In der christlichen Tradition übernimmt der Erzengel Michael vom antiken Götterboten Hermes die Rolle des Psychopompos, des Begleiters der Seelen der Verstorbenen. Dieser Umstand erklärt das Patrozinium der Kirche am Hallstätter Friedhof, in deren ebenerdigen Sockelgeschoß ein Karner, das weltberühmte Hallstätter Beinhaus untergebracht ist. Der turmlose, gotische Baukörper ist hart an die Felswand gerückt, die in der Bauphase als Steinbruch diente. Im Karner ist dieser Bauprozess noch gut am Fußboden, der aus dem anstehende Felsen abgearbeitet worden ist, ablesbar. Die Decke des Beinhauses wird durch ein mittelalterliches Tonnengewölbe in Kalk-Schüttechnik gebildet, an dem die Abdrücke der Schalungskonstruktion sichtbar sind. Das Obergeschoß, welches durch eine südseitig angebaute, gedeckte Außenstiege erschlossen wird, bildet den chorartigen Kirchenraum. Von der ursprünglichen Ausstattung ist noch ein gotisches Buntglasfenster mit einer Michaelsdarstellung erhalten geblieben.

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