Für Pessimismus ist es zu spät. Wir sind Teil der Lösung.

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Der Radiofabrik-Mitschnitt
  • Für Pessimismus ist es zu spät. Wir sind Teil der Lösung.
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Die emeritierte Professorin der Universität für Bodenkultur in Wien Helga Kromp-Kolb thematisiert in ihrem Buch aus dem Jahr 2023 Folgen und Gefahren der Klimakrise. Aber auch die bisherige Geschichte der Klimaforschung und -politik; sowie die Hürden und die Faktoren für das Gelingen des notwendigen Wandels. Ende Februar 2026 referierte die Klimaforscherin darüber in der Kunstbox Seekirchen.

Im ersten Teil ihres Vortrags zeigte die bekannte Klimapionierin, dass die globale Erwärmung insbesondere seit den 1980er-Jahren stark zugenommen hat. Ebenso Extremereignisse wie Überschwemmungen, Waldbrände, Hitzetage und als deren Resultat die Zahl der Dürre-Toten. Bis hin zu Phänomenen wie dem Rückgang der Eismassen an den Polen, einer Erwärmung und Versauerung der Meere und dem Verlust an Biodiversität reichen die komplexen Folgen und Zusammenhänge der Erderwärmung.

In diesem Radiofabrik-Mitschnitt ging die Klimawissenschafterin auch auf die (Klima)Folgen militärischer Rüstung ein. Sie machte einmal mehr die Gefahren der Klimakrise deutlich; und dass wir gut beraten sind, diese ernster zu nehmen, als wir es angesichts anderer aktueller Bedrohungsszenarien (wie Inflation und Krieg) derzeit tun.

Ein bewusster Lebensstil sei wichtig, aber eben so wichtig sei politisches Handeln, Sich-Einmischen, eine wirksame Klimapolitik einfordern. Der ökologische Fußabdruck sei zu ergänzen durch unseren „Handabdruck“. Die emeritierte Universitätsprofessorin betonte, dass die Eindämmung der Klimaerwärmung strukturelle Änderungen erfordere, insbesondere die Abkehr von unserem wachstumsgetriebenen Wirtschaftssystem, die Begrenzung des Reichtums sowie die Umlenkung der Kapitalströme auf nachhaltige Bereiche. Zentral sei die Energiewende: Mit dem Übergang zu dezentraler, erneuerbarer Energie bleibe das Geld in der Gemeinde und stehe für andere Zwecke zur Verfügung; die Energieversorgung sei nicht mehr abhängig von weltpolitischen Entwicklungen. Aber auch eine andere Landwirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitspolitik seien wichtig.

Zum Abschluss stellte Kromp-Kolb existenzielle Fragen:
Was ist uns wirklich wichtig, was wollen wir beibehalten, was wollen wir so lang wie möglich beibehalten?
Was müssen wir mutig loslassen?
Was haben wir schon einmal gekonnt, was wir wiederherstellen können?
Oder was können andere Gemeinden, andere Kulturen, was wir übernehmen können? Was können wir von anderen Kulturen wieder lernen?
Fragen, die wir uns als Einzelne, als Unternehmen, als Gemeinde und als Gesellschaft insgesamt konsequent stellen sollten.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Runde mit Publikumsfragen und Antworten, geleitet von Hans Holzinger (Salzburger Bildungswerk)-

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