Warum sie uns hassen – Podiumsdiskussion zu Sexarbeit

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Gewaltambulanz gehört ausgebaut
Eine Podiumsdiskussion zur derzeitigen Situation von Sexarbeiter*innen. Der 2. Juni ist der internationale Tag der Sexarbeit. Er soll an die Diskriminierung von Sexarbeitenden erinnern und Vorurteile abbauen. Er geht zurück auf französische Sexarbeiter*innen, die eine Kirche besetzt hatten, nachdem es zu immer schlechteren rechtlichen Bedingungen kam. Kein Schutz und schlechte Bedingungen haben dann sogar zu zwei Morden an Sexarbeiterinnen geführt. Um dagegen zu protestieren ist in Lyon die Kirche Saint-Nizier besetzt worden. Welcher Diskriminierung Sexarbeitende heute noch ausgesetzt sind verarbeitet Ruby Rebelde in ihrem Buch Warum sie uns hassen. Rebelde erläutert anhand von Themen wie Sexualmoral, Abwertung von Promiskuität und Autoritarismus, warum Sexarbeitende ausgegrenzt werden und ihr Existenzrecht infrage gestellt wird. Rebelde hat am 1. Juni in der Tribüne Linz eine Lesung gehalten. Anschließend hat eine Podiumsdiskussion stattgefunden. Die Veranstaltung ist vom Frauenbüro Linz und LENA – Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren, organisiert worden. Am Podium waren:
    • Ruby Rebelde, Autor*in von Warum sie uns hassen
    • Elke Welser, LENA Beratungsstelle für Menschen, die in der Sexarbeit tätig sind oder waren
    • Letícia Carneiro, Verein maiz Sex&Work
    • Christine Nagl, Beratungsstelle PIA Salzburg
    • Eva Schobesberger, Frauenstadträtin
Moderiert hat Magdalena Danner. In den Gesprächen ging es oft um die gesellschaftliche Diskriminierung von Sexarbeitenden. Sie berichten oft davon, dass Banken ihnen verweigern würden, Konten bei ihnen zu eröffnen, oder dass Steuerberater*innen sie nicht als Kund*innen haben wollten. Viele halten ihre Arbeit vor Freund*innen und Familie geheim, da sie Sorge vor den Reaktionen haben. Rebelde spricht aber auch davon, dass man positive Entwicklungen hervorheben solle, so wie die Legalisierung von Sexarbeit in Belgien.

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