Buchpräsentation: „Fremdvölkische Kinderheime“ in „Oberdonau“

Podcast
Spuren der Erinnerung
  • 20260810_SpdE_Fremdvoelkische Kinderheime_Buchpraesentation-Spital_60-00
    60:00
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Lange Zeit war das Schicksal der Kinder von Zwangsarbeiterinnen unter dem NS-Regime ein weitgehend unbeachtetes Kapitel der oberösterreichischen Regionalgeschichte. Der „Reichsgau Oberdonau“ unter Gauleiter August Eigruber nahm jedoch reichsweit eine Pionierrolle bei der Schaffung von eigenen Heimen für diese unerwünschten Kinder ein. Sie wurden ihren Müttern – vor allem sogenannten „Ostarbeiterinnen“ und Frauen aus Polen – abgenommen und kamen in sogenannte „Fremdvölkische Kinderheime“. Dort – und auch in Zwangsarbeitslagern – führten in der Folge ab 1943 Unterernährung und systematische Vernachlässigung zum Tod unzähliger Säuglinge und Kleinkinder.

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim hat es sich gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von regionalen Forscher:innen und Gedenkaktivist:innen zur Aufgabe gemacht, diese historischen Lücken zu schließen.

Am 8. Mai 2026 fand in Spital am Pyhrn die Gedenkfeier im Gedenken an die Opfer des „Fremdvölkischen Kinderheimes“ in Spital am Pyhrn statt.
Davor wurde im JUFA Hotel Spital am Pyhrn der neue Sammelband zu den „Fremdvölkischen Kinderheimen“ im „Gau Oberdonau“ präsentiert.

Das neue Werk führt bestehende Forschungen zusammen, beleuchtet die Bedingungen in den Heimen und gibt den Opfern eine Stimme. Erarbeitet wurde der Band von einer Expert:innengruppe um die lokale Gedenkarbeit zum Thema nachhaltig zu stärken.

Die Aufzeichnung der Buchpräsentation können Sie in dieser Sendung hören.

Hören Sie in folgender Reihenfolge:
Susanne Lammer, Initiatorin der Gedenkinitiative Fremdvölkisches Kinderheim Spital am Pyhrn
Florian Schwanninger, Leiter Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Gabriella Hauch, Historikerin und Professorin für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte.
Markus Rachbauer, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Martin Kranzl-Greinecker, Pionier der Erinnerungskultur, Vorstandsmitglied Mauthausen-Komitee Österreich

Weiter Informationen zum Buch auf der Website des „StudienVerlag“.

Danke an Hilde Unterberger von Radio FREEQUENNS (Liezen), die das Rohmaterial zur Verfügung gestellt hat.

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