Spaniens allumfassende Wohnungskrise
Vor zwei Wochen kam es zu Massenprotesten in Spanien, als die 87-jährige behinderte María del Carmen Abascal aus ihrer Wohnung auf die Straße gesetzt wurde. In ihrer Wohnung hatte sie 71 Jahre gelebt und stets ihre Miete gezahlt. Ein „Geierfonds“, wie Aktivist*innen auch die Firma Urbagestión bezeichnen, hatte die Wohnung vor acht Jahren gekauft und die vorhergehende Miete von monatlich 500 Euro auf 1.650 Euro dann mehr als verdreifacht. Das ist aber nur ein Symptom eines größeren Problems. Die komplette Wohnraumsituation in Spanien. Die sozialdemokratische Regierung unter Pedro Sánchez hat es nicht geschafft diese äußerst angespannte soziale Frage zu lösen. Zuletzt haben sie sogar schwache Vorstöße des linkeren Koalitionspartners Sumar ausgebremst. Radio Corax unterhielt sich mit dem Journalisten Ralf Streck über die aktuelle Lage in Spanien. Letzte Woche ist María del Carmen Abascal im Krankenhaus nach der Zwangsräumung verstorben.
KI-Agenten kontrollieren
Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Werkzeug, das auf unsere Fragen antwortet. Sogenannte KI-Agenten sollen zunehmend selbstständig Aufgaben übernehmen, Entscheidungen treffen und mit anderen Systemen zusammenarbeiten. Das klingt zunächst nach einer technischen Weiterentwicklung. Aber es wirft eine ziemlich grundlegende Frage auf: Was passiert, wenn eine solche KI nicht mehr das tut, was wir von ihr verlangen? Eine aktuelle Studie hat genau das untersucht. KI-Agenten bekamen die Information, dass sie abgeschaltet werden sollen. Einige versuchten daraufhin, ihre Abschaltung zu verhindern, sie veränderten Dateien, legten Kopien an oder versuchten andere Agenten zur Unterstützung zu bewegen. RDL sprach mit der Wissenschaftsjournalistin Eva Wolfangel, die über diese Studie und ihre möglichen Folgen in der ZEIT kürzlich einen Artikel (leider mit Bezahlschranke) geschrieben hat.
Moderation: Nora Niemetz CC-Musik: Ronald Kah







