Praniess-Kastner fordert die Stadt Wien zu einem Paradigmenwechsel in der Wiener Behindertenpolitik auf

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Am 5. Juni 2008 interviewte Pepo Meia die Behindertensprecherin LAbg. Karin Praniess-Kastner im Wiener Rathaus zu einer Presseaussendung der Wiener ÖVP vom 23. Mai 2008 (Die diesbezügliche Anfrage wurde am 27. April 2007 gestellt)

U-Kommission Psychiatrie: Unterbringung behinderter Menschen in Ybbs nicht mehr zeitgemäß!
Utl.: Sozialtherapeutisches Zentrum soll künftig andere Aufgaben
übernehmen
Wien (OTS) – Klar ablehnend zur Betreuung behinderter Menschen im sozialtherapeutischen Zentrum Ybbs äußerte sich in der Sitzung der gemeinderätlichen Untersuchungskommission Psychiatrie der ärztliche Leiter, Prim. Dr. Kurt Sindermann. Auf die Frage der Sprecherin für
Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner, ob er die Unterbringung in Einrichtungen wie Ybbs von behinderten Menschen noch für zeitgemäß halte, antwortete Sindermann mit einem schlichten „Nein“. Das Zentrum in Ybbs, eine Einrichtung der Stadt Wien, solle andere Aufgaben übernehmen.

Zwtl.: Stadt Wien hält an veralteten Konzepten fest

Aus einer aktuellen Anfragebeantwortung der zuständigen SP-Stadträtin für Gesundheit und Soziales geht hervor, dass die Anzahl der KlientInnen in Ybbs seit 20 Jahren unverändert ist. Darin heißt es, ‚freiwerdende Plätze werden mit Neuzugängen nachbesetzt.‘ Diese Antwort zeige klar, dass die Stadt behinderte Menschen noch immer in „Heime“ abschiebt. Dass diese „sozialtherapeutische Zentren“ genannt werden, ändert nichts an dieser Tatsache!

Dass es in Wien für behinderte Menschen endlich zu einem Paradigmenwechsel kommen muss, fordern Betroffene und ExpertInnen bereits seit langem. „Leider bewegt sich die Stadt Wien auch in diesem Bereich nicht und hält das Angebot von Heimen, vollbetreutem
und teilbetreutem Wohnen für der Weisheit letzter Schluss. Moderne, integrative Konzepte werden weiter abgelehnt“, kritisiert Praniess-Kastner.

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