Nikita Dhawan: «Migration und Gender: Geschlechtergewalt, Verletzlichkeit und Handlungsmacht»

Подкаст
Innsbrucker Gender Lectures
  • igl_dawan_2014_12_23
    122:58
audio
1 ч. 12:52 мин.
Simon Strick: „Begriffs- und andere Schä­den: Vor­schläge zur Faschi­sie­rung"
audio
1 ч. 18:54 мин.
María do Mar Cas­tro Varela: "Planetarische Utopien. Feministisch-postkoloniale Überlegungen"
audio
1 ч. 34:20 мин.
Sophie Lewis und Friederike Beier: „Imagine otherwise: Rethinking and reinventing care“
audio
53:49 мин.
Queeres Chaos Kollektiv: "Wie viele Queers braucht es, um diesen Vortrag zu halten?"
audio
1 ч. 09:59 мин.
Tat­jana Takševa: "Tracing the Maternal through a Transnational Feminist Perspective"
audio
1 ч. 15:05 мин.
Mona Mota­kef: „Queering the family?“ Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit
audio
1 ч. 21:03 мин.
Helga Krüger-Kirn: "Mütterlichkeit braucht kein Geschlecht. Elternschaft und Gender Trouble"
audio
1 ч. 14:18 мин.
Karin Neuwirth: "De- und Re-Institutionalisierung von Elternschaft im Recht im 20. /21. Jahrhundert in Österreich"
audio
1 ч. 16:12 мин.
Susanne Schulz: "Die Politik des Kinderkriegens"
audio
1 ч. 29:13 мин.
Bet­tina Bock von Wül­fin­gen: "Zeugung unter dem Mikroskop 1850er bis 1900"

39. Innsbrucker Gender Lecture

Nikita Dhawan

Migration und Gender: Geschlechtergewalt, Verletzlichkeit und Handlungsmacht

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Hörsaal 1, Erdgeschoß, SoWi, Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck

Eröffnungsvortrag der Tagung: «Geschlechterverhältnisse der Migrationsgesellschaften: Repräsentationen — Kritik — Differenz.»

Moderation:  Sabine Gatt, Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck
Kommentar: Kerstin Hazibar, Institut für Erziehungswissenschaften, Universität Innsbruck

Es ist kaum zufällig, dass innerhalb westlicher Debatten um Migration die sozialen Positionierungen migrantischer Frauen im Mittelpunkt stehen, gelten die Geschlechterbeziehungen der Anderen dem Westen doch bereits seit der Kolonialzeit als das Symbol für die Rückständigkeit und den Barbarismus der Kolonisierten. Die Viktimisierung der anderen Frau hat im Westen eine lange Tradition und ist durchaus funktional. So dient sie als Folie gegen die sich die europäisch-christliche Frau und Gesellschaft als ausnehmend emanzipiert abheben kann. Eine selektive, sehr spezifische Konsumtionspolitik bezüglich der Themen Migration und Geschlechterverhältnisse scheint die Regel. Im Vortrag wird das Dilemma transparent gemacht, das sich einstellt, wenn über Geschlechtergerechtigkeit, Kolonialismus, Rassismus und Migration debattiert wird: Kann Geschlechtergewalt innerhalb migrantischer Gemeinschaften thematisiert werden, ohne dass dieses Sprechen vereinnahmt oder die Gewalt negiert wird?

Nikita, DHAWAN, Dr.phil., Universitätsprofessorin für Politikwissenschaft an der Leopold-Franzen-Universität Innsbruck. Visiting fellowships: Universidad de Costa Rica (2013); Institute for International Law and the Humanities, The University of Melbourne, Australia (2013); Program of Critical Theory, University of California, Berkeley, USA (2012); University of La Laguna, Tenerife, Spain (2012); Pusan National University, South Korea (2011); University of Witwatersrand, Johannesburg, South Africa (2010); Columbia University, New York, USA (2008). Forschungs- und Interessenschwerpunkte: Transnationale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Demokratie und Dekolonisierung. Veröffentlichungen u.a.: Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence (2007); Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (ed., 2014); Postkoloniale Theorie: Eine kritischeEinführung (2014; with Maria do Mar Castro Varela).

Оставьте комментарий