Defregger: Mythos – Missbrauch – Moderne

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Vor einhundert Jahren ist Franz von Defregger verstorben. Der Osttiroler der vom kleinen Bauernmaler zum Münchner Malerfürsten aufgestiegen ist, der den reichsten Mann seiner Zeit für sich gewinnen konnte, das Bild Tirols in der Welt wohl für immer verändert hat und dessen Kunst durch die Sammelleidenschaft Adolf Hitlers heutzutage leider als verstaubt und verschrien gilt.

Diesem vielschichtigen Tiroler Künstler widmen die Tiroler Landesmuseen im Ferdinandeum eine eigene Sonderausstellung (18.12.2020 – 11.4.2021) und werfen einen neuen Blick auf den als „Bauernmaler“ verschrienen Künstler und zeigt neben den bekannten Hauptwerken viele Arbeiten des „unbekannten Defreggers“: Aktdarstellungen, Porträts von Menschen aus fremden Kulturen und impressionistisch anmutende Landschaften. Diese überraschenden Bilder werden in dessen 100. Todesjahr herausragenden Künstlern der Moderne gegenübergestellt.

Coronabedingt ist die Ausstellung aktuell nicht zugänglich, wir werfen aber trotzdem gemeinsam mit dem Kurator Peter Scholz einen Blick darauf und stellen zeitgemäße Fragen an bekannte Hauptwerke.

 

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