Stigma der Sexarbeit

Podcast
FROzine
  • Beitrag_Karin Raber_LENA_20m33s
    20:33
audio
53:06 Min.
Gewaltambulanz gehört ausgebaut
audio
59:40 Min.
Club of Rome Austria/Genderbias am österreichischen Arbeitsmarkt/Kongress der Utopien in Quedlinburg
audio
22:54 Min.
Ein Hebel reicht nicht: Wie ein gutes Leben für alle gelingen kann (Beitrag)
audio
50:45 Min.
B37 und "Die Toten von Lambach"
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Dürre im Sommer
audio
54:00 Min.
Bürger*innen-Initiative Kronstorf und schwierige Regierungsbildung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
audio
54:59 Min.
STWST84x12
audio
45:43 Min.
Mediengespräch "Angebunden statt abgehängt" und Turteln am Taubenmarkt
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Überwachung in Hong Kong
audio
39:13 Min.
Mühlviertel 110 kV

Aufklärung über die Voruteile die rund um Sexarbeit herschen betreibt LENA, die Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen der Caritas. Um über die Situation von Sexarbeiter*innen aufzuklären, organisiert LENA Lesungen von Texten, die Sexarbeiter*innen selbst verfasst haben. Dadurch soll die Realität dieses Berufes und welche Hürden im Alltag entstehen aufgezeigt werden. Diskussionen über Sexarbeit werden meistens ohne die Leute, die in der Sexarbeit tätig sind, geführt.

Aylin Yilmaz hat mit Karin Raber, Sozialarbeiterin und Mitarbeiterin von LENA über diese Lesungen gesprochen und über die Situation von Sexarbeiter*innen in Österreich allgemein. Raber erzählt, dass die Beratungsstelle schon seit 2007 Texte sammelt. Auch war es am Anfang gar nicht so leicht, Sexarbeiter*innen davon zu überzeugen, dass sich Menschen für ihre Worte und Gedanken interessieren könnten.

Im Interview wird auch angesprochen, wie mit Sexarbeit umgegangen werden soll. Auch wenn sie in Österreich prinzipiell legal ist, gibt es kaum gesellschaftliche Akzeptanz für diesen Beruf. Sexarbeit zu verbieten, oder zu kriminalisieren ist aber nicht der richtige Weg laut Raber. Sie spricht über einen Report von Amnesty International, in dem aufgezeigt wird, dass die Kriminalisierung von Sexarbeit in Irland zur Folge hatte, dass Sexarbeiter*innen viel mehr Risiken eingehen müssen, um ihren Job nachzugehen. Wenn sie Gewalt ausgesetzt waren, trauen sich die meisten nicht zur Polizei zu gehen.

Raber zieht als Fazit daraus, dass Sexarbeit noch viel mehr destigmatisiert werden muss.

Das ist eine Gesellschaft, die ich mir wünschen würde: dass es normal ist, wenn eine Person sagt: „Ich bin Sexarbeiter*in, als was arbeitest du?“ Als was auch immer. Diese Normalisierung des Berufes. Das es nicht immer irgendwie etwas Besonderes oder etwas ganz Aufregendes ist.

Schreibe einen Kommentar