Bean-to-Bar Schokolade

Podcast
FROzine
  • 2022_11_29_FROzine_60m
    59:50
audio
53:36 min
Wittgenstein, Sprache, Schule und KI
audio
50:00 min
Reformen zulasten junger Leute | Wie wehrt man sich gegen SLAPPs?
audio
17:44 min
Interview mit Anna Schwabegger, Bundesjugendvertretung
audio
43:11 min
Streik der Ordensspitäler in Linz und Wels
audio
21:44 min
Streik der Ordensspitäler in Linz
audio
20:01 min
Letztes Mittel Streik am Ordensklinikum Wels
audio
50:00 min
Weltempfänger: Ein Blick nach Grönland
audio
59:50 min
Medienfreiheit und KI | Solidarische Landwirtschaft
audio
45:13 min
Julia Haas im Interview zu KI und Meinungsfreiheit
audio
49:58 min
Gemeinwohlorienterierter Journalismus

Eine besondere Art, Schokolade herzustellen ist “bean-to-bar”. Schokolademacher*innen verarbeiten die Bohne direkt. Alle aufwendigen Arbeitsschritte werden von Farmer*innen der Kakaobohnen und den Schokoladenhersteller*innen selbst gemacht. Bean-to-bar möchte auch garantieren, dass die Farmer*innen überdurchschnittlich für ihre Ware entlohnt werden. Ein weiterer Aspekt ist auch, dass die Gebiete, in denen Kakao angebaut wird, nicht übermäßig belastet werden.

Informiert hat sich Aylin Yilmaz zu diesem Thema bei Carina Hartl. Sie hat sich von der reinen Schokoladenesserin durch viel Recherche und Zertifizierungen zu einer Schokoladenkennerin entwickelt. Auf ihrer Website Tafelkuratorin klärt sie über bean-to-bar Schokolade auf und bietet auch Tastings an, wo man die, leider in Österreich gar nicht so einfach zu bekommenden, Tafeln probieren kann.

Eine manikürte Hand bricht gerade eine Schokoladentafel.

Bean-to-bar ist ansich kein geschützer Begriff und es gibt keine Siegel, die eine Schokolade als solche ausweisen kann. Man muss beim Kauf darauf achten, ob auf der Verpackung das Herkunftsland der Kakaobohne steht und auch von welcher Farmer*in oder Kooperative die Bohnen bezogen wurden. Kein ganz leichtes Unterfangen, aber laut Hartl haben auch offizielle Siegel, wie das der Rainforest Alliance, Nachteile. Sie würden viel Geld kosten, was sich nicht alle Kakaobohnenfarmer*innen leisten können.

Bei bean-to-bar wir teilweise ein noch höheres Niveau verlangt, auch was die Vergütung der Kakaobohnen betrifft. 30% – 80% mehr als der übliche Kakaopreis wird den Farmer*innen gezahlt.

 

Es ist immer noch eine ungerechte Aufteilung, wer wo davon profitiert, aber dadurch, dass vor Ort diese Möglichkeiten geschaffen werden und auf das Wissen aufgebaut wird, wenn ich bessere, qualitative Kakaobohnen anbaue, kann ich dafür mehr Geld verlangen und kann davon meien Familie ernähren. Ich kann daraus ein Geschäft machen. Und es ist nicht ein unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten.

 

Eine Tafel Schokolade liegt auf einem hellen Holztisch. Darüber steht ein leeres Wasserglas

Die Tafeln beziehen kann man in Österreich entweder im Supermarkt, denn Zotter ist einer der bedeutendsten bean-to-bar Hersteller im Land. Auch bei Xocolat findet man eine Auswahl. Die Tafel aus dem obigen Bild ist von Martin Mayer, ein Hersteller aus Meggenhofen in Oberösterreich. Sonst bleibt nur online bestellen, oder so wie es Carina Hartl macht, sich von Freund*innen aus Urlauben besondere Tafeln mitbringen lassen.

Links:

Tafelkuratorin
Rainforest Alliance

CC-Musik:
Sundayers – La Otra Historia
sebteix – New Funk Power

Leave a Comment