Schließung von “Tageseltern zu Hause”

Podcast
FROzine
  • Beitrag_2024_07_23_VereinAktionTagesmuetter
    16:32
audio
50:08 Min.
Community Rundgang durch die HOSI Linz und Aktionscamp "Die Straße ist kein Zuhause"
audio
51:25 Min.
Wie sehr beherrschen uns Maschinen?
audio
30:08 Min.
Fernsicht: Kein Gold für Kalsaka
audio
20:26 Min.
Der Wolf in Oberösterreich
audio
48:59 Min.
Jung. Ohne Arbeit. Mitten in der Stadt.
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Windenergie
audio
45:47 Min.
Versorgung von Menschen mit ME
audio
10:39 Min.
Queere Anthropologie
audio
50:37 Min.
Open Day bei der HOSI Linz und Queere Anthropologie
audio
48:44 Min.
Vergessene Krisen und die anthropologische Sicht auf Medizin

Die „Tageseltern zu Hause“ betreuen Kinder in Kleingruppen in ihren eigenen Haushalten. Dieser Teilbereich des Vereins Aktion Tagesmütter OÖ soll jedoch bald schließen. 108 Tagesmütter und Tagesväter stehen vor der Kündigung, 480 Kinder hätten damit keinen Betreuungsplatz mehr.

Tagesmütter und Tagesväter stellen ein wichtiges Angebot in der Kinderbetreuung dar. Sie betreuen Kinder schon ab einem Alter von 2 Monaten zu flexiblen Zeiten, die mit den Eltern vereinbart werden. Gerade abseits der regulären Öffnungszeiten von Kindergärten, Krabbelstuben und Horten stellen Tageseltern ein wichtiges ergänzendes Angebot in der Kinderbetreuung dar. Sie arbeiten außerdem im Auftrag von Gemeinden und in Betrieben.

Laut dem Verein Aktion Tagesmütter OÖ sei die neue Tarifverordnung des Landes OÖ verantwortlich für die Schließung. Die Finanzierung von „Tageseltern zu Hause“ sei nicht ausreichend berücksichtigt worden, heißt es, eine kostendeckende Weiterführung dieses Teilbereiches damit nicht mehr möglich. Bereits in der Begutachtungsphase haben Vorstand und Gewerkschaft darauf hingewiesen. Dennoch wurde die Tarifverordnung in dieser Form umgesetzt. Das Land OÖ hingegen reagiert verwundert. Laut LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) seien die Fördergelder ausreichend. Sie bezeichnet die anstehende Schließung der „Tageseltern zu Hause“ als „Hauruck-Aktion“. Die Bildungsdirektion hat eine Sonderprüfung eingeleitet.

Was nun bleibt sind Verunsicherung und Unruhe, sowohl bei den Tageseltern als auch bei den betroffenen Familien. Zu ihnen gehört Familie Wurm aus Linz, die im Beitrag ihre Situation schildert.

Michaela Breuer ist Betriebsrats-Vorsitzende im Verein Aktion Tagesmütter OÖ. Sie hat eine Petition gestartet, die sich an die Verantwortlichen in der Landespolitik richtet und auf die Wichtigkeit von Tageseltern hinweist. Über 5.000 Personen haben die Petition bereits unterzeichnet. Im Interview schildert sie die Situation aus Sicht der Mitarbeiter*innen.

Zur Petition: Unsere Kinderbetreuung braucht Tagesmütter und -väter!

Schreibe einen Kommentar