„Was hat das mit mir zu tun?“ – Christoph May über Macht, Männlichkeit und Feminismus

Podcast
FROzine
  • Beitrag_FROzine_Christoph_May
    23:34
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Soziale Gerechtigkeit
audio
22:31 Min.
Beitrag: One Billion Rising in Linz
audio
11:12 Min.
Beitrag: Winterliche Exkursion zu GMIAS und zum 3er-Hof in Leonding
audio
51:57 Min.
Rojava - Kurd_innen und ihre Lebensrealitäten in Österreich
audio
50:00 Min.
Herausforderungen im Bildungswesen für Migrantinnen
audio
43:44 Min.
One billion rising und Queer Shorts Vienna
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Philippinen
audio
50:00 Min.
Stereotype Afrikabilder dekonstruieren
audio
50:01 Min.
„Bohrkopf im Bergschlösslpark“, Kurd_innen in Nordsyrien und Queer my pleasure
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Wahlen in Bangladesch

Am 7. Oktober war Männerforscher Christoph May auf Einladung von StoP-Wels im Bildungshaus Schloss Puchberg zu Gast.

Seinen Vortrag beginnt er mit Einblicken in seine eigene Biografie. Er spricht darüber, dass er viele Jahre in „männlichen Monokulturen“ gelebt habe, einen männlichen Freundeskreis hatte, sich in männlich dominierten Szenen bewegte, sowie im Studium vorwiegend über die Geschichte und Literatur von Männern lernte – ohne sich dessen bewusst zu sein. Erst seine jetzige Partnerin, die Schriftstellerin Marie Louise May, führte ihm diese Eintönigkeit vor Augen und brachte ihm feministische Literatur nahe. Gemeinsam gründeten sie im Jahr 2016 das Institut für Kritische Männerforschung. Die Aufgabe Vorträge, Workshops und Seminare über toxische Männlichkeit, Rollenbilder und kritische Männlichkeit abzuhalten, übernahm Christoph May. Denn er sagt: Es sei nicht die Aufgabe von Frauen und queeren Menschen Männer darüber aufzuklären, wie eine geschlechtergerechte Gesellschaft aussieht. Es sind die Männer selbst, die Machtgefälle aufbrechen müssen:

„Wir sind das Problem, wir müssen die Lösungen liefern“, sagt er.

Im Interview mit Marina Wetzlmaier sprach er darüber, wie diese Lösungen aussehen und wie Verhaltensweisen geändert werden können. Eine Herausforderung bestehe für viele Männer zunächst darin, eigene Privilegien und toxisches Verhalten zu erkennen. Viele würden nicht wissen, wie die Lebensrealitäten von Frauen und queeren Menschen aussehen.

Er betont, dass gerade für junge Menschen Vorbilder wichtig sind. Wie Rollenbilder in Filmen, Serien und Musik dargestellt sind, sei dabei wesentlich. Das Institut hat daher Empfehlungen zusammengestellt für einen diverseren, feministischen Medienkonsum: www.detoxmasculinity.institute/playlists

Schreibe einen Kommentar