Gewalt im Frauensport | Paketbranche in der Kritik | ProEuropeanValues

Подкаст
FROzine
  • 12_18_2025_FROzine_50m
    48:08
audio
53:05 хв.
Das B37-Kältetelefon | Tribüne Linz wehrt sich gegen Vermieter
audio
26:41 хв.
Kältetelefon in Oberösterreich
audio
49:57 хв.
25 Jahre Wikipedia
audio
57:16 хв.
Auf der Suche nach den Heimaten
audio
50:00 хв.
Weltempfänger: Fidschi und die internationale Klimapolitik
audio
50:00 хв.
Weltempfänger: Fokus El Salvador
audio
59:48 хв.
20 Jahre PANGEA: "Wir sind da und wir bleiben"
audio
50:00 хв.
Weltempfänger: Proteste in Griechenland
audio
05:07 хв.
Prix Ars Electronica 2025

Strukturelle Gewalt im Frauensport

Wenn im Sport von Gewalt gesprochen wird, geht es nicht nur um einzelne Vorfälle. Gemeint sind oft Strukturen, die Macht ungleich verteilen, Ausschlüsse erzeugen und Kritik erschweren. Genau darum ging es bei der Veranstaltung „Eigentor. Strukturelle Gewalt im Frauensport“ am 4. Dezember im Linzer Wissensturm. Organisiert vom Frauenbüro der Stadt Linz, diskutierten Vertreterinnen aus Sport, Politik und Aktivismus darüber, wie solche Strukturen entstehen – und wie sie verändert werden können. Moderiert wurde die Diskussion von Clar Gallistl.

Die Fußballerin Alisha Jahn sprach über Aktivismus im Sport. Jahn war eine ausgesprochene Kritikerin der Anstellung von Jérôme Boateng beim Fußballverein LASK. Die ehemalige Skirennläuferin Nicola Werdenigg thematisierte hingegen strukturelle Hürden für Frauen im Skisport. Während zumindest bei der Bezahlung von Profisportlerinnen im Skisport nachgezogen wurde, mangelt es nach wie vor an Frauen in Trainerrolle. Auch berichtete Werdenigg von den Hindernissen, welche sie selbst bewältigen musste.

AK Wien über schlechte Abeitsbedingungen im Kleintransportgewerbe

Die umsatzstarke Weihnachtszeit ist für viele Leute sehr arbeitsintensiv. Für Beschäftigte im Kleintransportgewerbe sind die Wochen vor dem 24. Dezember besonders herausfordernd, da extrem viele Pakete zugestellt werden müssen. Begleitet wird diese ohnehin anspruchsvolle Zeit vom Aufflammen einer Vielzahl an arbeitsrechtlichen Problemen. Um dieses Thema ging es in einer Pressekonferenz der Arbeiterkammer Wien mit dem Titel „Kleintransportgewerbe: Zustellen bis zum Umfallen“ am 10. Dezember 2025. Adriana Mandl und Bianca Schrittwieser von der AK Wien informierten zu Arbeitsbedingungen für Paketzusteller*innen und wie diese verbessert werden können.

Mandl sprach hauptsächlich über die bevorstehende Umsetzung der EU-Richtlinie EU-Richtlinie zu Plattformarbeit, in der diese erstmals rechtlich definiert wurde: Plattformarbeit ist Arbeit, die über, auf oder vermittelt durch Online-Plattformen erbracht und im Austausch gegen Bezahlung geleistet wird. Die Umsetzung der Richtlinie, die bis 2026 stattfinden muss, soll die Arbeitsbedingungen in der Branche verbessern.

Das Kleintransportgewerbe sei auch gekennzeichnet von strukturellen Problemen, meint Bianca Schrittwieser, Leiterin der Abteilung Arbeitsrecht an der AK Wien. Verschachtelte Ketten von Subunternehmen würden es Paketzusteller*innen erschweren, den Überblick über ihre Beschäftigungsverhältnisse zu behalten. Dies mache es schwierig für Arbeitnehmer*innen, ihre Ansprüche geltend zu machen. Dazu kommt, dass viele Paketzusteller*innen mit Sprachbarrieren zu kämpfen haben. Aus diesen Gründen vermutet Schrittwieser, dass die Fälle, die zur Arbeiterkammer kommen, auch nur „die Spitze des Eisbergs“ darstellen.

ProEuropeanValues: Rückhalt für die Zivilgesellschaft in Österreich 

Anfang Dezember fand im Alten Rathaus in Linz ein Info-Meeting der Initiative ProEuropeanValuesAT statt. ProEuropeanValuesAT wird 2026 bis zu 1 Mio. € an zivilgesellschaftliche Organisationen in Österreich vergeben. Ziel der Initiative ist es, sich in Österreich für den Schutz, die Förderung und das aktive Umsetzen der EU-Werte einzusetzen – und das vor allem mit digitalen Mitteln. Die Grundrechte und der Respekt für die Rechtstaatlichkeit sollen durch eine starke und kreative Zivilgesellschaft gesichert werden.

Beim Vernetzungstreffen waren zahlreiche Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen OÖ Initiativen anwesend, darunter MAIZ, Fiftitu%, die Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St.Georgen und auch Radio FRO. Michael Diesenreither hat vor Ort mit Peter Bruck, dem Geschäftsführer von ProEuropeanValuesAT, gesprochen.

 

Beitragsbild: CC Stadt Linz

Залишити коментар