Feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden

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Frauenfriedensbewegungen und -aktivistinnen in der Geschichte und in aktuellen Konflikten.

„Ich bin wütend, und ich bin traurig. Weil sich nichts ändert. Weil sich Klimakrise, Kriege, Despotie und Diktatur – fast jedes große Problem auf eine gemeinsame Ursache zurückführen lassen: Männer.“ (Elisa von Hof, Der Spiegel Nr. 38, 2024) Kriege und ihre Gewaltlogik gehören zu den destaströsen patriarchalen Auswüchsen, schreibt die politische Philosophin Birge Krondorfer und betont mit Blick auf Kriegstreiber in Geschichte und Gegenwart auch: Es seien „nicht alle Männer, aber immer Männer“.

Die Welt erlebt derzeit so viele Kriege und bewaffnete Konflikte wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs, heißt es in einem Bericht des Osloer Friedensforschungsinstituts (PRIO). In einigen Ländern finden mehrere Konflikte gleichzeitig statt. Im Jahr 2024 wurden 61 Konflikten in 36 Staaten verzeichnet.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was aus den großen Friedensbewegungen der 1980er geworden ist. Welchen Stellenwert hat das Engagement für den Frieden heute? Wer engagiert sich? In welchem Verhältnis stehen Frauenrechtsorganisationen und Friedensaktivismus?

Der Band „Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven“ (Mandelbaum Verlag, 2025) gibt einen Überblick zu Frauenfriedensbewegungen: von den historischen Anfängen mit der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner und der Gründung der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit), bis zu aktuellen Kontexten, wie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dem Konflikt zwischen Israel und Gaza. Die Autorinnen stellen Frauenproteste und Friedensinitiativen vor, die trotz aller Herausforderungen einen Weg des gemeinsamen Handelns suchen, wie besonders am Beispiel Israel und Palästina eindrücklich wird.

Im Rahmen der Frauenfilmtage „female tracks“ im Programmkino Wels wurde das Buch „Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven“ vorgestellt. Zu Gast war Irmtraud Voglmayr, die den Band gemeinsam mit Birge Krondorfer herausgegeben hat.

Irmtraud Voglmayr ist Medienwissenschaftlerin und Soziologin, sowie Universitätslektorin im Bereich Feministische Medienforschung. Sie lehrt derzeit an der BOKU Wien und der TU Wien zu Stadt- und Raumforschung. Außerdem ist sie Teil des Kollektivs Frauenhetz in Wien. Moderation: Marina Wetzlmaier.

Weiterführende Links:

 

Iranian Home – Preisträger Chemnitzer Friedenspreis 2026

Jedes Jahr wird um den 5. März herum der Chemnitzer Friedenspreis vergeben. Der Chemnitzer Friedenspreis honoriert Menschen, Vereine und Institutionen, die sich für Frieden, friedliches Miteinander, Demokratie und Zivilgesellschaft engagieren.
Den 1. Preis gewann dieses Jahr der Verein Iranian Home. Radio T sprach mit Narges Beheshti und Banbertina vom Iranian Home e.V.

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