Der Splintholzkäfer schlägt zu, wenn trockener Splint – jener helle Randbereich des Eichenstamms mit Feuchtigkeitswerten unter 8 Prozent – zum Schauplatz wird, oft schon im Parkettlager eingeschleppt und erst nach Monaten durch Bohrmehlhäufchen verraten. Seine Larven, die alleinigen Zerstörer, bohren sich in kürzester Generationszeit von acht bis zwölf Monaten durch den nährstoffreichen Splint, meiden jedoch den bitteren Kern mit seinen schützenden Inhaltsstoffen, was Eichenparkette mit minimalem Splintanteil resistent macht. Ähnlich der Hausbockkäfer, dessen Larven bis zu 25 Millimetern Länge Jahre im Dachstuhl verbringen, frisst der Splintholzkäfer nur im Feuchten, doch überlebt er Trockenheit, die andere Insekten scheuen, und vermehrt sich rasant, solange Splint verfügbar bleibt. Beim Hausbockkäfer signalisieren frische ovale Ausfluglöcher von sieben Millimetern und knackende Fraßgeräusche aktiven Befall, oft in sonnenerhitzten Dächern mit Holzfeuchten um 10 Prozent, wo Männchen Pheromone aussenden, um Weibchen anzulocken. Die Reise endet in der Erkenntnis, dass alte Befälle über 60 Jahre hinweg an Attraktivität verlieren, da Nährstoffe schwinden und frisches Holz die größte Verlockung birgt.
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