Biologie der Holzpilze

Podcast
Simple Smart Buildings
  • 196_Biologie der Holzpilze
    26:29
audio
15:00 min
Chemischer Holzschutz
audio
16:00 min
Schädlingsbekämpfung in Wohnräumen
audio
21:01 min
Holzzerstörende Insekten 
audio
27:08 min
Splintholzkäfer-Befall
audio
27:31 min
Gespräch über die Oberste Geschossdecke
audio
20:34 min
Hausumbau - Kosten
audio
32:22 min
Innenausbau im Bestand
audio
36:44 min
Vom Beton zum Fachwerk
audio
25:27 min
Holzbalkone an Zinshäusern

Zersetzung im Detail

Der Prozess beginnt auf mikroskopischer Ebene, sobald die Holzfeuchtigkeit den kritischen Schwellenwert der Fasersättigung von etwa 30 Prozent überschreitet. In diesem Zustand lagert sich freies Wasser in den Hohlräumen der Holzzellen ab, was es den Pilzsporen ermöglicht, keimfähige Hyphen und schließlich ein expandierendes Myzel zu bilden. Während Braunfäuleerreger vorrangig die helle Zellulose abbauen und das dunkle Lignin als brüchige, würfelartige Struktur zurücklassen, zersetzen Weißfäulepilze das Lignin selbst, wodurch das Holz seine Festigkeit verliert und eine faserige Konsistenz annimmt.

Ein tiefgreifendes Verständnis dieser biochemischen Abläufe ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung und dauerhafte Prävention im Holzbau. Da Pilze zur Entwicklung auf flüssiges Wasser angewiesen sind, bildet die bauphysikalische Kontrolle der Holzfeuchte den wirksamsten Schutz gegen biotische Schäden. Nur wenn die Umgebungsbedingungen konsequent unterhalb der Grenzwerte für das Pilzwachstum gehalten werden, bleibt die organische Substanz des Holzes langfristig vor enzymatischer Zersetzung geschützt und die Integrität historischer wie moderner Holzkonstruktionen bewahrt.

Link zu Holzforschung Austria.

 

Images

Braunfaeule und Trotzkopfkaefer an einer Dippelbaumdecke
1600 x 1200px
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
OLYMPUS DIGITAL CAMERA
800 x 600px
Weissfaeule
2816 x 2112px

Leave a Comment