Matildas und andere Effekte. Eine feministische Anatomie der Wahrnehmung. Warum verschwinden Frauen aus Lehrbüchern, Museen und dem kollektiven Gedächtnis, obwohl ihre Leistungen unübersehbar sind? Weshalb gilt Kompetenz so oft als männlich und weiblicher Erfolg als Ausnahme? Diese Sendung folgt den unsichtbaren Mechanismen des Patriarchats – von der Wissenschaft über die Kunst bis zur Politik. Eine Frau verschwindet aus der Geschichte. Ein Name wird oft genug wiederholt und plötzlich gilt er als Genie; Männer erklimmen die Gipfel, Frauen sollen die Scherben zusammenkehren. Zwischen Astronomie und Barockmalerei, Nobelpreis und Ibiza-Affäre führt diese Sendung durch die verblüffende Physik des Patriarchats. Sie begegnen grossartigen Frauen, die aus dem Licht gedrängt wurden und Mechanismen, die bis heute entscheiden, wer gesehen, gehört und erinnert wird. Und vielleicht stellen Sie sich am Ende diese Frage: Wie viele der grossen Männer sind wirklich gross – und wie viele grosse Frauen haben wir nie kennengelernt? Das Patriarchat braucht keine Verschwörung. Es genügt, wenn wir seine Regeln für Naturgesetze halten.
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Produziert
27. Juni 2026
Veröffentlicht
30. Juni 2026
Ausgestrahlt
30. Juni 2026, 19:30
Redakteur:innen
Barbara Schröder
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