Die verobjektivierte Rasterfahndung als kybernetische Utopie

Podcast
FROzine
  • Die verobjektivierte Rasterfahndung als kybernetische Utopie
    20:41
audio
49:58 min.
Feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden
audio
49:57 min.
Spielsucht und Anti-Rassimus Arbeit in OÖ
audio
31:22 min.
Verhaltenssüchte behandeln
audio
50:00 min.
Weltempfänger: Referendum Italien
audio
54:07 min.
Beziehung zwischen Mensch und KI
audio
50:00 min.
Rostrot das Pflaster und Radioastronomie
audio
50:00 min.
Weltempfänger: Das Erbe der Proteste
audio
57:16 min.
„Wenn Erkrankten Sterbehilfe bewilligt, aber Pflegegeld abgelehnt wird, macht sich der Staat Österreich zum Mittäter“
audio
20:50 min.
Fernsicht: Entwicklungspolitische Film-und Dialogabende
audio
57:24 min.
Neue Arbeitswelten – Perspektiven für eine gerechte Zukunft

Zur Kulturgeschichte einer rechnergestützten Technik des späten
20. Jahrhunderts in der Rasterfahndung

Wenn es in der Selbstdiagnose der 1970er Jahre ein Ende der Utopien gegeben
haben mag, dann ist danach zu fragen, was mit ihnen geschehen ist und in
welchen topos sie sich zurückgezogen haben. Am Beispiel der von Horst Herold
(Leiter des BKA in Deutschland) seit den 1960er Jahren vertretenen Utopie einer Kybernetik
des Rechtsstaats, welche dank der rechnergestützten kriminaltechnischen Produktion
objektivierter Beweise zur gesicherten Rationalität des juristischen Verfahrens
sowie zur Transparenz rechtsstaatlichen Handelns schlechthin führen sollte,
lässt sich die auch am Ende der traurigen 1970er Jahre erstaunliche Vitalität
technokratisch-kybernetischer Utopien nachzeichnen. Der Ort, in den sie sich
vorübergehend zurückziehen, ist das interdisziplinär arbeitende
kriminaltechnische Labor.

Im Mitschnitt vom Kulturgeschichtetag hören Sie David Gugerli von der Universität Zürich zur verobjektivierten Rasterfahndung als kybernetische Utopie.

Ein Beitrag von Pamela Neuwirth

Lascia un commento