Wie fühlt sich das erste Jahr mit Baby wirklich an? Der Dokumentarfilm „Wellen Wende“ von Josephine Ahnelt begleitet fünf Frauen durch diese Zeit, gedreht auf 16 Millimeter. Er zeigt Nähe und Liebe, aber auch Erschöpfung, Einsamkeit und postpartale Depression. Es ist ein Alltag, der meist im Verborgenen bleibt.
Am vergangenen Mittwoch hatte der Film seine Graz-Premiere. Danach habe ich im Kinosaal mit der Regisseurin Josephine Ahnelt und der Protagonistin Ludi gesprochen. Wir reden darüber, wie es ist, so intime Momente mit Publikum auf der Leinwand zu sehen, und wie man entscheidet, was in den Film kommt. Es geht um die Bildsprache, die stark auf Berührung liegt, und um Identität, die sich nach der Geburt neu zusammensetzt. Außerdem sprechen wir über Stillen, Zeit für sich und den Wiedereinstieg in den Beruf, der Mütter oft stärker belastet als ihre Partner.
Im zweiten Teil hören wir ein Archivgespräch aus dem Jahr 2009. Die Regisseurin Emily Atef spricht über ihren Spielfilm „Das Fremde in mir“, in dem eine junge Mutter an einer postnatalen Depression erkrankt. Es geht um Babyblues, Therapiemöglichkeiten und darum, wie wichtig es ist, offen darüber zu reden. Das Interview führte Aileen für Radio F.R.E.I. in Erfurt.
Shownotes:
Film: „Wellen Wende“, Regie Josephine Ahnelt, AT 2026, 73 min
Hier findet ihr den Trailer zu „Wellen Wende“.
Hier findet ihr das Archivgespräch mit Emily Atef auf Radio F.R.E.I. zum Film „Das Fremde in mir“ aus dem Jahr 2009.









