Jutta Leskovar ist Archäologin und Prähistorikerin am Oberösterreichischen Landesmuseum und Autorin. Gemeinsam mit Stefan Traxler hat sie die neue Dauerausstellung „Archäologie“ im Schlossmuseum Linz kuratiert, die im Juni 2026 eröffnet wurde. Angeschlossen an diese Ausstellung ist derzeit ein besonderer Raum: „Die Toten von Lambach“.
Im Jänner 1996 stieß man bei Grabungen für das Kraftwerk Lambach auf die Überreste von 102 Menschen. Der damalige Archäologe des Landesmuseums, Manfred Pertlwieser, gab ihnen in einem Fachaufsatz den Namen: die „Toten von Lambach“. Besonders auffällig: Rund die Hälfte der Toten waren junge Männer zwischen 16 und 23 Jahren – Männer, die noch keine Bauern sein konnten. Im Massengrab wurden zudem fünf Knöpfe aus Bein gefunden, die wichtige Spuren bei der Identifizierung waren und heute zentrale Ausstellungsstücke der Ausstellung „Bauernkrieg 1626“ im Linzer Schlossmuseum sind.
Diese fünf kleinen Knöpfe haben inzwischen den Weg auf die Bühne gefunden – im musikalisch-literarischen Stück „CASPARUS oder fünf Knöpfe aus Bein“ von Karin Peschka gemeinsam mit dem Theater Spektakel Wilhering.
Was bleibt aus archäologischer Sicht nach 400 Jahren vom Oberösterreichischen Bauernkrieg? Was können materielle Spuren über die Ereignisse erzählen? Und wie viel lässt sich aus ihnen tatsächlich rekonstruieren? Die Archäologin Jutta Leskovar gibt Antwort.
Links:
https://www.jutta-leskovar.at/
https://www.ooekultur.at/exhibition-detail/bauernkrieg-1626
https://www.ooekultur.at/exhibition-detail/archaeologie









