400 Jahre nach dem Oberösterreichischen Bauernkrieg führt die Spurensuche nach Pinsdorf, an einen der Schauplätze der letzten Kämpfe zwischen den aufständischen Bauern und dem Heer des Generals Pappenheim. Mehr als 2.000 Menschen kamen dabei ums Leben. Was ist von diesem historischen Konflikt geblieben?
Denkmäler erzählen von Erinnerung und Vergessen, archäologische Funde geben Einblick in die Schicksale der Menschen von damals. Jutta Leskovar berichtet von den „Toten von Lambach“, einem Massengrab, das Mitte der 1990er-Jahre entdeckt wurde. Brigitte Heilingbrunner spricht über die Funktion von Denkmälern und darüber, warum viele von ihnen erst Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte später entstanden sind. Regisseur Joachim Rathke nähert sich dem Bauernkrieg über das Theater – mit einem Stück über den Studenten und Prediger Casparus. Und Siegfried Kristöfl zeigt, wie die Ereignisse von damals bis heute in unserer Sprache nachwirken.
Eine Spurensuche zwischen Geschichte und Erinnerung – und nach dem, was vom Bauernkrieg bis heute geblieben ist.
Im Beitrag sprechen:
- Mag. Siegfried Kristöfl – Historiker, Autor und Gestalter der Communale-Gesprächsreihe „Die (K)Gunst der Heimatforschung – was wahr oder war ist“
- Konsulentin Brigitte Heilingbrunner – Obfrau des Arbeitskreises für Klein- und Flurdenkmalforschung
- Mag.a Dr.in Jutta Leskovar, PhD – Archäologin, Prähistorikerin, Sammlungsleiterin für Ur- und Frühgeschichte am Oberösterreichischen Landesmuseum und Autorin
- Dr. Roman Sandgruber – Historiker und Autor; bis zu seiner Emeritierung 2015 Leiter des Instituts für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Johannes Kepler Universität Linz
- Joachim Rathke – Regisseur und Schauspieler aus Linz
Hintergrundbild: Creative Commons – Lars Staffanski
Gestaltung: Sabine Traxler









